Donau-Radtour mit Wohnmobil – 4. Etappe

Donau-Radtour mit Wohnmobil – 4. Etappe

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Die vierte Etappe unserer Donauradtour führt uns von Ulm zum Hofgut Bäldleschwaige. Die ersten 10 km sind in stadtnahem Verkehr, trotz Radwegen nicht sehr schön zu fahren. Später öffnet sich wieder die Landschaft und wir passieren weitflächige Felder, Wiesen und Donauauen.

4. Etappe von Ulm zum Hofgut Bäldleschwaige

Bernhard parkt morgens das Wohnmobil auf dem Wohnmobilstellplatz in Ulm so, dass die Sonne später prall auf unsere Solarkollektoren scheinen wird. So wollen wir prüfen, ob die Aufbaubatterien sich aufladen oder die Verbindung einen Wackler hat oder die Aufbaubatterien einfach altersschwach sind.

4. Etappe in Komoot

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Oder als Link zu meinem Komoot-Account.

Wir benutzen den Radwanderführer von Bikeline, den Du hier bestellen kannst, eine Beschreibung findest Du hier.

Mit den Rädern starten wir durch den Freizeitpark Friedrichsaue und sind bald wieder auf dem Donauradweg unterwegs. Anfänglich noch im Grünen, aber bald an einer Schnellstraße entlang, mit dem normalen städtischen Morgenverkehr. Zwar auf Radwegen, aber laut und unattraktiv. Kurz vor Thalfingen passieren wir die Grenze zu Bayern.

Ein Schild markiert die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern
Wir verlassen Baden-Württemberg und erreichen Bayern – mit anderen Corona-Maßnahmen als bisher

Für uns ist das Passieren der Grenze von daher wichtig, weil in Bayern andere Corona-Bestimmungen gelten als in Baden-Württemberg. Beispielsweise sind in Bayern noch Stellplätze, Campingplätze, Übernachtungsbetriebe und Freizeiteinrichtungen gesperrt. Daher ist uns noch nicht endgültig klar, wo wir am Abend sein werden. Vorläufig ist der Plan, bis Donauwörth zu radeln und von dort mit der Bahn, beiden Wohnmobilpassagieren und Fahrrädern zurück nach Ulm (Baden-Württemberg) zu fahren und noch mal auf dem Stellplatz am Stadion zu übernachten.

Wir fahren auf der Bundesstraße durch den Ort Thalfingen und danach auf der anderen Seite der Bundestraße und Bahnstrecke weiter. Kurz vorm Autobahnkreuz Ulm-Elchingen, dass wir von vielen Anfahrten nach Österreich und in die Alpen mit dem Auto kennen, werden wir auf dem Radweg in die Landschaft geleitet. An Badeseen entlang und später durch schönen Auenwald fahren wir nach Leipheim. Unter einer Brücke dort ist eine Radlerpausenstelle mit Kiosk (Radlertankstelle), aber uns ist es für eine Pause noch zu früh.

Der Kirchturm von Leipheim ist durch die Ufergewächse der Donau zu sehen
Die Stadt Leipheim taucht aus dem Ufergrün der Donau auf

Wir lassen Leipheim rechts der Donau liegen und radeln auf der linken Donauseite weiter, immer noch im Schatten der Bäume. Wieder bin ich froh um meine Handschuhe und meine winddichte Jacke. Über den Radweg an der Brücke wechseln wir die Donauseite, um in Günzburg eine Rast zu machen. Das Legoland hat leider auch noch zu, sonst wäre auch das eine schöne Abwechslung zum Radeln gewesen und hätte sich sicherlich auch als Übernachtungsplatz angeboten. Auch in Günzburg ist wieder eine Marktstraße mit ungeheuer schönen alten Häusern, ich liebe das. Wir setzen uns in die Sonne, ich muss noch etwas auftauen.

Links und rechts der Marktstraße ziehen sich bunt gestrichene alte Häuser entlang
Am Marktplatz in Günzburg trinken wir einen Cappuccino – der Sonnenschein trügt, erst hier ziehen ich die Handschuhe aus

Corona – Verständnisschwierigkeiten

Wir wählen ab Günzburg die Variante auf der rechten Donauseite zur Weiterfahrt. Wir fahren auf einen schönen Hügel hinauf, der auf höchster Stelle mit einem Aussichtsturm zu einer Rundumsicht lockt. Leider ist er aber wegen Corona gesperrt. Das ist eine Massnahme, die ich nicht verstehe. Wir fügen uns aber und gucken halt nicht über die Bäume hinweg nach Norden…

Oberhalb des Ortes Offingen steht am Waldrand ein Aussichtsturm
Leider war der Aussichtsturm oberhalb Offingens wegen Corona gesperrt

Im Abwärtsfahren kommen die Kühltürme von Grundremmingen in Sicht, die uns einige Zeit begleiten. Wir fahren in Offingen wieder über die Donau und folgen direkt an der Donau dem Donaudamm. Dass ist eine eigene Variante, denn der eigentliche Donauradweg ist ca. 2 km westlich der Donau ausgeschildert. So haben wir einen tollen Blick auf die Donau, wegen der wir ja radeln, auf Flora und Fauna. Gundelfingen taucht links von uns auf, wir bleiben aber direkt auf dem Damm. Die Donau breitet sich immer weiter aus und wir verlassen den Damm zum Ort Faimingen hin.

Bei der Donaustaustufe Faimingen ist die Donau sehr breit
Die Donau weitet sich in ihrem Bett vor der Staustufe Faimingen

Geschichtsexkursion

Ein kleines Hinweisschild „Römertempel“ macht uns neugierig und wir entdecken eine schöne und gepflegte Anlage.

Ein Lageplan und Ruinen des Römertempels Faimingen
Am Beginn der Ausgrabungsstätte des Römertempels Faimingen ist ein Lageplan
Ruinen des Römertempel Faimingen werden von einem Besucher betrachtet
Die Überreste des Römertempels

Sogar die öffentliche Toilette am Tempel ist geöffnet, was wollen wir mehr? Fast nahtlos geht der Ort in das Städtchen Lauingen über. Am Ortseingangsschild erhasche ich den Namen Albertus Magnus und denke spontan an meine Tochter, die in ein gleichnamiges Gymnasium gegangen ist. Wir radeln auf der Hauptverkehrsstraße in die Ortsmitte, die von einem schönen Kirchturm markiert wird.

Der Kirchturm von Lauingen ist in interessanten Stufen erbaut
Unten in viereckingen Stufen, später sechseckig – der Kirchturm von Lauingen

Auf dem Marktplatz entdecke ich ein Denkmal von Albertus Magnus, jetzt erschließt sich der anfängliche Hinweis.

Ein Denkmal ist dem Heiligen Albertus-Magnus gewidmet
Albertus Magnus, einer der größten Gelehrten des Mittelalters, ist um 1200 in Lauingen geboren

Wir radeln auf offiziellem Donauradweg aus Lauingen hinaus Richtung Ludwigsau und genießen die Fahrt durch den Wald bis Dillingen. Die Hauptstraße durch den Ort ist von riesigen, alten Gebäuden gesäumt.

Die Studienkirche und Universität in Dillingen
Die Universität (rechts) in Dillingen wurde 1549 gegründet, links die Studienkirche

Wieder geht’s hinunter zur Donau, endlich sind wir am Fluss unserer Begierde zurück! Der Radweg ist wieder beschaulich, links der Wald, rechts die Donau, auf dem Damm bunte Blumen und im Wasser allerlei Brutgeschäft – wie schön! Das einzige was stört, ist das Grummeln des Magens. Nein, bis Donauwörth halten wir ohne Mittagessen nicht durch. Am Marktplatz in Höchstädt locken Sonnenschirme von Restaurant und Eiscafé die hungrigen Besucher. Wir entscheiden uns für das griechische Lokal Poseidon und essen vorzüglich. Ein Aperitif zu Beginn, eine Hauptspeise von der Tageskarte und ein inkludierter Nachtisch – eine sehr gelungene Pause.

Am Marktplatz in Höchstädt stehen große Bürgerhäuser
Das Vogteihaus in Höchstädt hat eine beeindruckende Größe mit seinen beiden Eckerkern. Wir blicken von unserem Mittagstisch beim Restaurant Poseidon auf die schönen Bürgerhäuser

Donauradweg – ohne Donau

Wir folgen der neuen Donauradwegbeschilderung erst mal zum Schlößchen und eine Parallelstraße wieder zurück, komische Wegführung. Nördlich der Baggerseen führt der Radweg durch Sonderheim und Blindheim. Wir fahren auf Radwegen entlang von sehr wenig befahren Landstraßen, weitab der Donau und genießen die Aussichten auf die Dörfer, Wiesen und Felder. Nach Gremheim queren wir die Donau und radeln nun rechts, wieder weitab der Donau weiter. Links von uns liegen einzelne Gehöfte, die mit „Nachnamen“ „Schwaige“ heißen. Circa einen Kilometer vor Pfaffenhofen geht es direkt auf der Landstraße nach Norden. Wenige motorisierte Fahrzeuge begegnen uns, dafür viele Fahrradfahrer, die den sonnigen Tag draußen genießen. Wir freuen uns auf das Hofgut Bäldleschwaige, auf Kaffee und Kuchen. Mit einem anderen Schwung Radfahrer erreichen wir das Hofgut. Die Parkplätze für Radler und Autofahrer sind sehr großzügig angelegt, die Bewirtungsmöglichkeiten des Hofgutes ebenso. Das scheint in normalen Zeiten ein absoluter Ausflugsmagnet zu sein. Einige Familien mit Kleinkindern genießen Spielplatz und Streichelzoo, Eis, Kuchen und Softgetränke. Ich entdecke einen Flyer von „Landlust“, dem Handbuch für Wohnmobilisten, die gerne bei Landwirten, Manufakturen, Künstlern und Handwerker nächtigen. So keimt in uns die Idee auf, ob wir eventuell doch heute bereits in Bayern nächtigen können. Wir fragen nach, die Besitzerin sagt, der Wohnmobilstellplatz wäre zwar noch gesperrt, aber auf dem normalen Parkplatz könnten wir gerne stehen. So entscheiden wir, dass Bernhard noch bis Tapfheim zum Bahnhof radelt und nach Ulm zurückfährt, um das Wohnmobil nachzuholen. Ich bleibe am Hofgut, schneide bei einem erfrischenden Apfelmost meinen Film für meinen Instagram-Account, sortiere Fotos und genieße die Sonne und Rast.

Der Spielplatz beim Hofgut Bäldleschwaige ist wie eine Burg errichtet
Der Spielplatz vor dem Streichelzoo beim Hofgut Bäldleschwaige

Bernhard ist lange vor der Abfahrt seines Zuges am Bahnhof in Tapfheim und hat dort ein besonderes Erlebnis. Das Bahnhofsgebäude ist von Privatleuten gekauft, restauriert und renoviert worden. Ein Café und eine Schmuckmanufaktur sind eingezogen, es finden Workshops und Veranstaltungen statt. Die Einrichtung ist nostalgisch und nachhaltig, da überwiegend recycelte Möbel verwendet wurden. Aus einer Sektlaune im sommer 2015 heraus entstand der Gedanke, den alten, ungenutzten Bahnhof in eine Begegnungsstätte für Alte und Junge, für Einheimische und Gäste umzugestalten. Das Projektteam hat bis zur Eröffnung des Café Bruno im Frühjahr 2018 ganz Arbeit geleistet und ein wahres Schmuckstück gestaltet, mit viel Liebe zum Detail. Bernhard war von der Herzlichkeit, dem Ambiente und dem Kaffee, den er getrunken hat, völlig begeistert. (Öffnungszeiten: Mi + Do 8.30-18.00 Uhr, Fr+Sa 8.30-22 Uhr, So+Feiertag 9-18 Uhr, Mo+Di IMMER geschlossen – Reservierungen: 09070-9609720)

Das Bahnhofsgebäude in Tapfheim ist frisch renoviert
Das Bahnhofsgebäude in Tapfheim ist frisch renoviert und in ein Café und Schmuckmanufaktur umgewandelt worden
Die Außensitzplätze am Gleis im Café Bruno sind mit recycelten Stühlen ausgestattet
Der Außenbereich des Cafés am Gleis ist mit recycelten Sitzmöbeln gestaltet – das zeugt von nachhaltigem Handeln
Zwei Frauen stehen im Café Bruno im alten Bahnhof von Tapfheim
„Wie drapiert man Coronamasken, so dass sie schick aussehen?“ Würde ich als Sprechblase über das Bild der beiden Besitzerinnen im Café Bruno gerne schreiben
Der Speiseraum im Café Bruno an der hinteren Wand steht eine Jukebox
Mich begeistert die Jukebox im Speiseraum beim Fotogucken am meisten
Unter alten Bäumen ist das Gartencafé gemütlich gestaltet
Links des Bahnhofes lädt das Gartencafé unter alten Bäumen zum Verweilen ein

Um halb acht am Abend ist Bernhard erst wieder zurück im Hofgut Bäldleschwaige, das war ein langer Tag für ihn. Wir vespern noch im Hofgut, bevor wir den Sonnenuntergang draußen genießen.

Der Sonnenuntergang hinter den Büschen des Hofguts Bäldleschwaige
Der Sonnenuntergang unterhalb der Kaltfrontbewölkung beim Hofgut Bäldleschwaige

Hier geht’s zur 1. Etappe Donauradweg: von Donaueschingen nach Beuron.

Hier geht’s zur 2. Etappe Donauradweg: von Beuron nach Riedlingen.

Hier geht’s zur 3. Etappe Donauradweg: von Riedlingen nach Ulm.

Hier geht’s zur 5. Etappe Donauradweg: vom Hofgut Bäldleschwaige nach Ingolstadt.

Hier geht’s zur 6. Etappe Donauradweg: von Ingolstadt nach Regensburg.

Hier geht’s zur 7. Etappe Donauradweg: von Regensburg nach Metten.

Hier geht’s zur 8. Etappe Donauradweg: von Metten nach Passau.

Du möchtest über das Erscheinen neuer Beiträge, Tipps und Infos informiert werden? Abonniere meinen Newsletter, der Anfang jeden Monats erscheint.

Donau-Radtour mit Wohnmobil – 3. Etappe

Donau-Radtour mit Wohnmobil – 3. Etappe

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Die dritte Etappe unserer Donauradtour führt uns von Riedlingen nach Ulm. Anfänglich ist das Donautal noch sehr eng und hat oftmals keinen Platz für den Radweg. So strampeln wir hinauf auf die Höhen und werden mit den Aussichten auf die sich verändernde Landschaft für die Mühen entschädigt.

3. Etappe von Riedlingen nach Ulm

Am Morgen ist der Himmel blankgewischt, die Wolken verschwunden und die Sonne strahlt vom blauen Firmament. Aber es ist noch kühl als wir uns auf den Weg machen. Der Donauradweg liegt gleich hinter dem Parkplatz mit dem Wohnmobilstellplatz und wir genießen einen letzten Blick auf die Kulisse der Altstadt von Riedlingen.

Hinter Büschen und Bäumen ragt ein Kirchturm hervor
Der Blick vom Parkplatz zur Riedlinger Kirche

3. Etappe in Komoot

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Hier als Link zu meinem Komoot-Account.

Wir benutzen den Radwanderführer von Bikeline, den Du hier bestellen kannst, eine Beschreibung findest Du hier.

Wir unterfahren die Brücke der B 312 und kurz danach ist wieder nur Stille, Vogelgezwitscher und Froschquaken um uns herum. Immer wieder tauchen aus der Uferbewachsung Kirchtürme auf.

Über den schmalen Fluss hinweg ist im Grün der Büsche der Kirchturm von Daugendorf zu erkennen
Anfänglich schlängelt sich die junge Donau durch viel Grün. Der Kirchturm von Daugendorf schaut heraus

Vor Daugendorf überqueren wir die Donau und fahren linksseitig durch die Felder. In Zell queren wir wieder die Donau und verweilen an der Brücke, um der Storchfamilie zuzuschauen.

Hinter einer Straßenbrücke ist ein Herrschaftshaus und ein Kirchturm zu erkennen
Auf dem Herrschaftshaus ist ein Storchennest mit Jung- und Altstörchen

Hinauf und Hinunter – die Donau bleibt im Tal

Die Donauschleife bei Zell wird vom Radweg nicht ausgefahren und wir erreichen Zwiefaltendorf, das am Ortsende sogar ein kleines Schlösschen hat. In einer Mächtigen Tanne brütet in der Spitze auch ein Storch, allerdings so weit weg, dass uns nur der weiße Kot auf der Baumspitze über das Nest belehrt.

Über ein Gerstenfeld geht der Blick zum Dorf mit Kirchturm rechts und kleeinem Schloss links
Zwiefaltendorf liegt malerisch zwischen Feldern

Nun geht es sehr steil bergauf und ich bin froh über meinen Elektromotor, den ich auf dem Steilstück zuschalten kann. Trotzdem komme ich außer Puste oben an und erfreue mich an der Pause, um die Werbetafel zu fotografieren.

Auf einem Plakat mit der Aufschrift „Vollmilch statt Promille“ werden die Vorzüge von Milch angepriesen
Nach einem sehr steilen Bergauf steht diese Milchwerbung in Datthausen

Nach Datthausen halten wir Ausschau nach einem Wegweiser oder Hinweis, denn dort soll es eine Keltische viereckschanze geben. Leider ist am Radweg nichts zu finden und wir radeln bergab, immer steiler und erreichen den Ort Rechtenstein, in dem wir wieder auf die linke Donauseite wechseln.

Oberhalb von Donau und Kirche thront die Burg
Rechtenstein ist ein weiteres Kleinod an der Donau

Kaum aus dem Ort heraus öffnet sich der Blick zum Kloster Obermarchtal. Unser Radführer bietet eine Variante durch den Ort an, aber Coronabedingt ist noch keine Besichtigung möglich. So folgen wir der Hauptroute des Donauradwegs.

Das Kloster Obermarchtal liegt hinter Wiesen und Büschen
Der Donauradweg biegt nach links ab, im Hintergrund das Kloster Obermarchtal

Nach Untermarchtal geht es wieder steil bergauf. Auf der Höhe ist ein Rastplatz im Schatten von drei großen, stattlichen Linden mit Tischen und Bänken eingerichtet. Wir nutzen ihn zum Verschnaufen und um mittlerweile zu warme Kleidung auszuziehen.

Eine Tafel erklärt die Bedeutung der Friedenslinden
Drei große Linden erinnern an den Friedenschuss nach dem 1871/1872 Krieg zwischen Frankreich und Deutschland

Wir bleiben erst mal auf der Höhe und genießen die Aussicht ins Land und über die Felder und Wiesen.

Lila Blumen stehen vor gelben Raps
Die Farbenpracht der Wiesenblumen – hier lila und gelb

Wieder geht es ohne Muskelkraft allein durch die Steilheit des Radweges bergab nach Munderkingen. Der ursprüngliche Ort lag in einer engen Donauschleife, vermutlich recht gut geschützt vor feindlichen Angriffen.

Rechts ein Stadtbrunnen im Hintergrund links das Rathaus mit einem brütenden Storch
Auch auf dem Rathaus von Munderkingen brütet ein Storchenpaar
Das Rathaus in Munderkingen hat ein an der rechten Fassade angebrachtes Glockenspiel und einen vierstöckigen Giebel
Der Giebel am Rathaus in Munderkingen ist sehr beeindruckend

Die folgende Strecke führt uns durchs Rottenacker Ried, an hinter Büschen versteckten Bade- oder Kiesseen recht flach bis Ehingen. Hier steigt Bernhard in den Zug nach Riedlingen. Wir werden uns in Ulm wiedersehen. Auf meinem Weg durch Ehingen freue ich mich, das heute Markttag ist.

Markttag

In Ehingen stehen Marktstände vor dem Rathaus
Ich lasse mich vom Markt inspirieren und kaufe Honig und Erdbeeren

Nach Ehingen geht es steil bergauf und durch einen Park mit vielen Rastbänken und toller Aussicht nach Süden und über die Donau. Dabei entdecke ich den Radfahrer, der vor Freude über die Aussicht das Radfahren völlig vergessen hat.

Ein als Radfahrer gebautes Drahtgestell ist von Efeu überwuchert
Ich bin froh, dass ich nicht so langsam bin auf dem Rad, dass mich das Efeu überwuchert

Wieder geht es sehr steil bergab und zurück an die Donau und rechts von ihr weiter, allerdings in einem weiten Bogen über Griesingen. Auf dem Weg nach Öpfingen begegnet mir ein andersfarbiges Blütenfeld.

Roter Mohn, blaue Kornblumen, gelber Raps
Die Blütenfarben begeistern mich, Mohn, Kornblume und Raps

Links vom Radweg gibt es einige Altarme der Donau, das kann ich aber nur auf der Landkarte erkennen, denn die Uferränder sind sehr dicht und breit mit Büschen und Bäumen bestanden. Allerdings tönt Geschnatter und Gequake von dort, es sind wahrscheinlich viele Kinderstuben an den versteckten Stellen untergebracht.

Über ein Feld geht der Blick durch Bäume hindurch nach Öpfingen
Öpfingens Kirchturm grüßt aus dem Grün der Bäume an der Donau

Am Stauwehr hinter Ersingen setze ich mich mit Blick auf die einen der Stauseen zur Mittagspause und genieße auch die in Ehingen gekauften Erdbeeren. Während meiner Pause kommt ein kalter Wind auf, es bewölkt sich Zusehens und die Sonne wird immer öfter verdeckt. Ich ziehe wieder alle Kleidung an und radle weiter, um warm zu werden. Die weiteren Stauseen, die Anglern und Schwimmern ein Freizeitangebot machen, laden mich daher nicht nochmal zum Verweilen ein. Auf Höhe von Donaustetten steht ein breiter hölzerner Liegestuhl, aber auch der lockt mich nicht, es ist zu kalt.

Eine breite Liegestuhlbank steht oberhalb der Donau
Die wunderbare Rastbank steht mit dem Rücken zur Donau

Nach Göggingen führt der Fahrradweg an einem großen Industriegebiet entlang, in dem namhafte Firmen und Speditionen ihren Firmensitz haben. Ich muss höllisch aufpassen, denn die LKW-Fahrer, manche davon anscheinend ortsfremd, sind mit Adressen suchen beschäftigt. Nach einigen heiklen Situationen und weil die Sonne wieder vom Himmel brennt, entdecke ich ein Café der Firma Seeberger, mit Sitzgelegenheiten auf der Wiese. Ich mache dort eine Rast, trinke einen Kaffee und esse einen Rhabarber-Walnusskuchen, sehr lecker. Außerdem ziehe ich die warmen Sachen wieder aus. Bernhard meldet sich, er ist am Wohnmobilstellplatz in Ulm angekommen und hat unterwegs Kuchen gekauft. Okay, dann muss ich mal schnell radeln, um das zweite Kuchenstück zu verdienen!

Nach dem Industriegebiet führt der Radweg durch einen Park und dann auf einem engen Radweg, eingeklemmt zwischen steilem Donauufer und Eisenbahn in die Stadt. An einem Turm der alten Stadtmauer erhasche ich den ersten Blick aufs Ulmer Münster. Der Donauradweg führt direkt unterhalb der teils noch vorhandenen Stadtmauer entlang. Ein Kunstwerk animiert mich zu einem kleinen Stopp.

Über die Ulmer Stadtmauer ragt eine „Himmelsleiter“ als Kunstwerk in die Höhe
Stearway to Heaven – leider nicht begehbar ist diese Himmelsleiter direkt am Radweg oberhalb der Stadtmauer

Unser Übernachtungsplatz – das eigene Wohnmobil

Der Wohnmobilstellplatz ist direkt neben dem Stadion am Rande des Parks Friedrichsaue, etwas abseits des Donauradwegs. Nach einer erfrischenden Dusche im Wohnmobil und einem Stück Erdbeertorte spazieren wir zu Fuß in die Altstadt und machen einen kleinen Rundgang.

Ein Fachwerkhaus hat in der Dachmitte eine dreistöckige Gaube
Die Gaube ist beinahe höher als das darunter liegende Haus
Das Ulmer Münster ragt in einen bewölkten Himmel
Der Himmel über den Ulmer Münster betont die gewaltige Höhe

Wir entdecken die Hausbrauerei Ulmer Barfüßer und genießen dort erst ein Bier und dann ein sehr leckeres Abendessen.

In einem Holzgestell stehen drei verschiedene Bierproben der Privatbrauerei Barfüßer
Ich liebe hausgebrautes Bier und genieße eine Bierprobe der Privatbrauerei Barfüßer

Zurück im Wohnmobil stellen wir fest, dass unsere Aufbaubatterien, die von der Lichtmaschine und den Solarpanelen geladen werden, mit der Aufladung meines Fahrradakkus wohl überfordert sind. Die Aufbaubatterien sind nun vier Jahre alt und kommen anscheinend an ihre Leistungsgrenze. Morgen soll es sehr sonnig sein, so werden wir das Wohnmobil in der Sonne parken um zu überprüfen, ob die Batterien von den Solarpanelen noch geladen werden.

Hier geht’s zur 1. Etappe Donauradweg: von Donaueschingen nach Beuron.

Hier geht’s zur 2. Etappe Donauradweg: von Beuron nach Riedlingen.

Hier geht’s zur 4. Etappe Donauradweg: von Ulm zum Hofgut Bäldleschwaige.

Hier geht’s zur 5. Etappe Donauradweg: vom Hofgut Bäldleschwaige nach Ingolstadt.

Hier geht’s zur 6. Etappe Donauradweg: von Ingolstadt nach Regensburg.

Hier geht’s zur 7. Etappe Donauradweg: von Regensburg nach Metten.

Hier geht’s zur 8. Etappe Donauradweg: von Metten nach Passau.

Du möchtest über das Erscheinen neuer Beiträge, Tipps und Infos informiert werden? Abonniere meinen Newsletter, der Anfang jeden Monats erscheint.