Naturpark Poblet Torre del Moro

Naturpark Poblet Torre del Moro

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Wanderung Torre del Moro

Ich mache mich am Spätnachmittag noch auf eine kleine Wanderrunde. Diese Wanderung habe ich für Dich in Komoot aufgezeichnet. Am Parkplatz beginnt die kleine Runde zum Torre del Moro auf 782 m. Laut Hinweistafel dauert sie zwei Stunden, so lange ist es noch hell.  Ich packe nur eine kleine Trinkflasche mit Wasser ein und los geht’s.

Ein Bild der Wanderkarte aus dem Flyer
Die Karte der Wanderung 5 Itinerario, habe ich vom Flyer fotografiert. Rechte: Generalitat de Catalunya

Diese Tour habe ich für Dich in Komoot aufgezeichnet, so kannst Du sie nachwandern.

Ich folge dem Wegweiser „Schlucht“ und laufe an der Familie, die an der Grillhütte Essen zubereitet, vorbei zum Bach und mache ein Selbstauslöserfoto, dass leider unscharf ist.

Über Trittsteine quert die Bloggerin das Bächlein am Picknickplatz
Noch hat das Bächlein Wasser genug, um die Trittsteine zu nutzen. Im Hintergrund die Grillhütte des Picknickplatzes

Das Wort Schlucht ist etwas übertrieben, aber der Bach hat sich im Laufe der Jahrtausende seinen Weg durch die Felsen gebahnt.

Ein kleiner Wasserfall in einer Schlucht, die Bloggerin steht am Bach
Die Schlucht mit dem Wasserfall gleich beim Picknickparkplatz – zumindest ist noch Wasser im Bach

Ein kleines Stück geht der Weg über die Forststraße bergauf und dann wieder hinab zum Fluss. Über die Steine einer Furt geht es wieder über das Bächlein und direkt am Bachbett entlang. Vor kurzem wäre der Weg noch nicht gangbar gewesen, denn da nutzte der Bach die gesamte breite seines Bettes aus. In einem jetzt trockenen Bachbett geht es nun bergauf, dann wieder auf einem schönen Wanderweg, stetig bergauf, zum Teil in steilen Serpentinen. Dann komme ich aus dem Wäldchen ein wenig heraus und habe eine Felswand links von mir.

Eine Stelle des Weges ist mit einer Kette am Fels gesichert, an der sich Wanderer festhalten können
Die Kettensicherung am Fels sieht spektakulär aus, aber der Weg am Felsen ist etwa einen halben Meter breit

Schnell ist die Stelle überwunden und es geht ein Stück eben weiter. Eine großer Platz öffnet sich, mit der Ruine einer Hütte. Direkt daneben ist der gemauerte Brunnen noch mit Wasser gefüllt. Das war ein sehr einsames Leben – aber bestimmt ruhig und stressfrei.

Reste eines Hauses und eines Brunnens auf einer ebenen Gebirgsfläche
Ein schöner versteckter Platz mit Brunnen, Hausruinen auf halbem Weg zum Turm

Hinter dem Brunnen geht es rechts steil bergauf, die Stelle ist wieder mit einer Kette gegen Absturz gesichert, eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Eine Kette ist als Absicherung am Weg gespannt. Die Bloggerin steigt an der Kette bergauf
Gleich hinter der Ruine ist der Weg mit einer Kette gesichert. Aufgenommen mit Selbstauslöser, leider ist das Bild nicht „scharf“

Weiter geht es auf einem schmalen Bergpfad hinauf zum Wegweiser.

Ein Wegweiser mit drei Hinweisschildern
Die Wegweiser sind wieder vorbildlich

Über Felsen kletternd komme ich zu einem schönen Aussichtspunkt.

Über die felsige Landschaft geht der Blick in die Eben mit Weinfeldern
Unten in der Ebene wächst der Wein des Anbaugebietes Barberà
Ein bewaldetes Tal zieht sich bergauf
Der Blick geht am höchsten Punkt frei ins Tal hinauf
Aussicht am höchsten Punkt der Wanderung zum Torre del Moro

Über Felsen und durch eng zusammenstehende Bäume wandere ich Richtung Turm. Ein Stück des Weges ist sogar als Mauer aufgesetzt.

Eine Senke ist mit Steinen aufgefüllt, um den Weg zu ebnen
Wegebau kurz vor dem Turm

Nun geht es über einen bewachsenen Miniaturgrat und ich stehe vor dem verfallenen Turm. Welchen Zweck der wohl mal hatte?

Die Turmruine auf dem Gipfel wird von der Sonne beschienen
Die Reste des Turms im Sonnenuntergang

Die Sonne wird bald hinter dem Berg verschwinden, ich mache mich an den Abstieg. Erst zurück zum Wegweiser und dann steil bergab auf dem ausgetretenen, vorgegebenen Pfad.

Ein steiniges Bachbett ist der Wanderweg
Das Bachbett ist manchmal gleichzeitig der Wanderweg – Trittsicherheit erforderlich

Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob der Wanderweg nicht auch das Bachbett ist, aber es ist jedenfalls ein schöner, wenn auch steiler Weg. Auch hier ist Trittsicherheit eine gute Eigenschaft und ein flüssiges, in den Knien weiches Bergabgehen, wie ich es in meinen Trittsicherheitsseminaren immer lehre. Nach einigem Bergab zeigt die die Komoot Wanderapp keinen Weg mehr an. Aber er ist scheinbar neu angelegt und führt zu einem Schild über die Geologie dieser speziellen Stelle. Hier wurden früher Steine abgebaut, die unter anderem für Straßenpflaster verwendet wurden.

Eine Tafel erklärt die Geologie der Gegend
Die Erklärungstafel weist auf die Geologie und den Steinabbau und die Bearbeitung in früherer Zeit hin

Es geht nun kurz an der Forststraße entlang und dann wieder runter zum Bach. Der Berg über mir wird von der Abendsonne in Orange getaucht und spiegelt sich im Bach. Oder ist Gold im Bach? Schade, dass ich meine Schürfpfanne nicht dabei habe.

Im Bach spiegelt sich das Sonnenlicht
Leider kein Gold im Bach, sondern nur die Spiegelung des von der Abendsonne bestrahlten Berges darüber

Ich bleibe ein wenig am Bach und lausche dem Bachgeflüster. Für mich hat das eine ungemein entspannende und beruhigende Wirkung.

Wieder geht’s hinauf zum Forstweg und ich entdecke den Stein, der den Flyer auf der Vorderseite ziert. Auch nur eine Frage der Zeit, bis der kleine Stein, der den Großen hält, keine Lust mehr hat oder wegerodiert ist.

Ein Stein steht sehr fragil auf einem Felsen
Der Stein hält noch mutig Wacht auf seinem Aussichtsfelsen

Ein Wegweiser schickt mich wieder runter zur „Schlucht“, über einige Steine im Wasser und zurück zum Parkplatz.

Wasser des Baches fällt in eine kleine Schlucht
Auf dem Rückweg passiere ich die kleine Schlucht von oben

So ein schöner Tagesausklang. Morgen machen wir die große Runde „Itinerario geológico del Bosque de Poblet“ – die geologische Wanderung. Ich freue mich sehr drauf.

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Von Arc de Bara zum Naturpark de Poblet

Von Arc de Bara zum Naturpark de Poblet

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Die Weingegend Santa Barberà beherbergt auch einen Naturpark mit einem schönen Picknick-Parkplatz, den wir als Stellplatz nutzen. Unsere Pläne für die nächsten Tage sind Wandern und Winzer besuchen. Das wir auch wieder unvorhergesehene Entdeckungen machen, ist mittlerweile irgendwie schon Programm.

Fahrt vom Campingplatz Arc de Bara Richtung Valls

Wir fahren bei sonnigem Sonntagswetter kurz Richtung Tarragona und biegen auf der TV 2041 ins Landesinnere ab. Wir wollen in die Weingegend „De Barberà“, etwa 40 km nordwestlich. Der Hauptort heiß Montblanc – allein dieser Name ist Besuchsgrund genug.

Wir fahren am Städtchen Bonastre vorbei und sehen nach einigen Kilometern ein interessantes Bauwerk kurz durch die Bäume blitzen. Kurze Zeit später weißt ein braunes Schild auf „Virgen de Montserrat de Montferri“ hin. Wir nehmen den Abzweig und parken auf dem großzügigen Parkplatz.

Das Heiligtum Jungfrau von Montserrat in Montferri

Ein schmales Bauwerk mit vielen Dreiecken und runden Erhebungen wird in der Mitte von einem hohen schmalen Turm überragt
Der Architekt Josep Maria Jujol hat dieses Bauwerk erdacht

Das Heiligtum Jungfrau von Montserrat in Montferri, wurde vom Jesuit Daniel Maria Vives initiiert. Seiner Familie aus Montferri gehörte das Land, auf dem zu Ehren der Jungfrau Maria eine Kapelle gebaut werden sollte. Der Architekt Josep Maria Jujol zeichnete die Pläne und begann 1926 mit dem Bau. Die kostengünstigen Baumaterialien Portlandzement und Sand waren einfach zu verbauen. Die Bewohner des nahegelegenen Ortes Montferri arbeiteten ohne oder für geringen Lohn regelmäßig bis 1928. Dann wurden die Bauarbeiten unregelmäßiger und 1930 ganz eingestellt. Nach dem Krieg inspizierte Jujol den Zustand des Heiligtums und war vom Zustand so enttäuscht, dass er die Arbeiten nicht wieder aufnahm.

Ab 1987 wurden Restaurierungs- und Konsolidierungsarbeiten durchgeführt. Die Leitung hatte der Architekt Joan Bassegoda I Nonell, Bauleiter war Josep Cendrés.

Der Hang des Hügels wurde in den Bau mit seinen Parabolbögen einbezogen. Ein Konglomerat von Dreiecken bildet die gesamte Anlage. Die Kuppel ist zentriert über dem Presbyterium, dass den Kirchenraum ausfüllt. Die Bögen sind mit bunten Glasscheiben in Herzform gefüllt.

Öffnungszeiten Virgen de Montserrat de Montferri:
Besichtigungen: samstags und sonntags von 10.30 bis 13.30 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10.30 bis 13.30 Uhr.

Die Öffnungszeiten können willkürlich geändert werden. Nachfrage und Buchung von Führungen von Heiligtum, Kirche von Sant Bartomeu und historisches Dorf unter E-Mail: santuari@montferri.altanet.org oder Telefon: 621223815 (von 10.30 bis 13.30 Uhr Und von 15 bis 17 Uhr).

Das Bauwerk ist durchbrochen
Die Eingänge der Eremitage
Viele hohe Streben steigen zu einer hohen Kuppel auf
Der Blick zur Kuppel ist ungewöhnlich. Die Durchbrüche erscheinen wie Herzen
Bögen und Streben bilden Seitenkapellen
Die hohen Bögen setzten sich in die Seitenkapellen fort

Unterhalb des Kirchengebäudes ist eine Grotte im Berg eingelassen, die Cova de la Mare de Déu de Montserrat a Montferri. Der Blick über die Weinberge ist wunderschön von dieser Stelle.

In einer Grotte sitzt eine goldene Madonna auf einem Felssockel. Grünpflanzen stehen drum herum
Blick durch die Gitterstäbe des Grotteneingangs
Über Weinberge im Vordergrund geht der Blick über sanfte bewaldete Hügel
Von der Grotte geht der Blick Richtung Masllorenç

Montblanc Spanien

Die Stadt Montblanc wurde um 1080 gegründet noch als „Duesaigües“ und an anderer Stelle. 1163 wurden die Bewohner auf Befehl Alfons I. zum Hügel Santa Bárbara umgesiedelt, der strategisch besser lag. Schon 1170 wurde mit dem Bau der Festung und der Stadtmauer mit vielen Toren und Wehrtürmen begonnen. Die Festung wurde bereits im 13. und 14. Jahrhundert wieder verlassen und die Steine für den Bau der Häuser unterhalb des Hügels genutzt.

Wir konnten unser Wohnmobil hinter der Tourist-I abstellen. Auf der Route des Stadtplans aus der Tourist-Info passieren wir den ersten Stadtturm und den Schriftzug der Stadt.

Ein Stadtturm und ein Teil der Stadtmauer ragen in den Himmel
Der „Torre der fünf Kantone“ ragt an Stadtmauer in die Höhe
Geschmiedete Buchstaben bilden den Schriftzug Montblanc
Der Stadtname vor der Stadtmauer

Entlang der Carrer Major und später rechts und links durch die verwinkelten Gassen, lassen wir die alten Bauwerke auf uns wirken.

Eine schmale Straße mit alten hohen Häusern. Ab dem ersten Stockwerk zieren viele Balkone die Häuser
Die Carrer Major in Montblanc
In einem Stein an einem Haus ist eine kleine Darstellung von einem knienden Ritter, der um die Hand eines Fräuleins anhält
Ein kleines Detail an einem Haus in der Carrer Major

Die Kirche Sankt Miquel wurde im 14. Jahrhundert auf einer Vorgängerkirche erbaut. Eigentlich, um im geräumigen Kirchenschiff Regierungsversammlungen abzuhalten. Die Seitenkapellen wurden von vornehmen Familien des Ortes finanziert und als Grablegen genutzt. Der Künstler Guillem Seguer aus Montblanc erschuf im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts die Wandmalereien im Presbyterium.

Eine schmale hohe Kirche aus Naturstein, rechts ist der Turm angebaut
Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut, um Regierungsversammlungen abzuhalten

Wir durchqueren das Castla Gate und halten uns direkt rechts, außen an der Stadtmauer um zur Kirche Francesco zu kommen.

Am Ende der Gasse steht ein altes Stadttor mit Stadtturm, das heute als privates Wohnhaus genutzt wird
Der Turm Castla Gate wird heute als private Wohnung genutzt
Die alte Kirche aus Naturstein hat rechts davon einen neueren Anbau
Die Kirche Francesco

Die Stadtmauer ist fast noch vollständig erhalten, auf die Stadtmauer kann man mit einer Führung klettern, der Eingang ist im Norden von außen.

Eine Stadtmauer mit vielen Türmen
Die Stadtmauer hat ungeheuer viele Türme und einige Tore

Am Plaza Major sind alle Gaststätten geöffnet und die Außenbestuhlungen belegt. Der Geräuschpegel ist enorm. Am Rathaus ist ein Transparent angebracht.

Auf einem Transparent an einem Balkon wird die Pressefreiheit und die Freiheit der Politiker im Exil gefordert
Katalonien ist momentan in einem politischen Kampf

Die Kirche „Maria la Major“ ist eine gotische Kirche, die auf einer romanischen Kirche aufgebaut wurde. 1333 wurde eine katalanische Regierungsversammlung darin abgehalten.

Die Kirche St. Maria hat einen monumentalen Eingang, mit Doppeltor und vielen steinernen Säulen
Der Eingang in die Kirche St. Maria
Der Kirchplatz vor St. Maria ist mit verschiedenen Mustern gepflastert
Eines der schönen Pflastermuster auf dem Kirchplatz von St. Maria

Wir nehmen den Durchgang St Christofol und spazieren zurück zum Wohnmobil.

Durch eine niedriges Tor führt ein schmaler Durchgang zur nächsten Gasse BU Der Durchgang St. Christofól führt zur nächsten Gasse
Der Durchgang St. Christofól führt zur nächsten Gasse

Paratge Natural d’Interès Nacional de Poblet

Wir fahren auf der N 240 Richtung Lleida und über die TV 7001 und T 700 bis etwa Kilometer 6,5. Dort geht links ein Sträßchen zum Área recreativa de la Roca de l’Abella, dem wir etwa 500 m hinauf folgen. Von diesem Parkplatz wollen wir einige Wanderungen machen und somit auch übernachten.

Abzweig von der T700 in das Vall de Castellfollit
Abzweig von der T700 in das Vall de Castellfollit

Área recreativa de la Roca de l’Abella
GPS
N 41.36307° E 1.06113° oder
41°21’47.1“ N 1°03’40.1“ E 

Ich mache mich am Spätnachmittag noch auf eine kleine Wanderrunde.

So ein schöner Tagesausklang. Morgen machen wir die große Runde „Itinerario“ – die geologische Wanderung. Ich freue mich sehr drauf.

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