Newsletter Juni 2020

Newsletter Juni 2020

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Hallo,

diesen Monat kommt der Newsletter etwas später, denn nach unserer Donauradtour musste ich Fotos und Berichte erst mal aufarbeiten.

In der Vorschau für Juni habe ich Dir meine Trekkingtour angekündigt und unseren eventuellen Familienbesuch in Österreich. Noch aber haben wir Corona und Planungen sind für alle Menschen schwierig und bleiben manchmal nur Planungen.

Die Bloggerin sitzt auf einem Felsen und kocht auf einem Gaskocher Mittagessen
Wir machen Mittagspause am schönsten Aussichts- und Rastplatz während unserer Trekkingtour. (Foto: David Engelhart)

Trekking in der Südpfalz

Die Trekkingtour mit meinem Neffen habe ich zwei Wochen später erst machen können, da die Trekkingplätze Coronabedingt bis zum 18. Mai noch gesperrt waren.

Die Trekkingtouren habe ich in Komoot aufgezeichnet. Vielleicht möchtest Du sie ja nachwandern?

Donauradtour Etappen 1 bis 5

Da die Grenzen zu Österreich noch nicht geöffnet waren, haben wir uns auf langsame Art der Grenze angenähert. Wir sind im Mai von Donaueschingen bis nach Ingolstadt auf dem Donauradweg unterwegs gewesen. Als Übernachtungsmöglichkeit diente unser heißgeliebtes Wohnmobil, das wir per Bahn immer wieder zum Endpunkt nachholten. Die Berichte der Etappen 1 bis 5 findest du hier.

Die Radtouren entlang der Donau habe ich täglich mit Komoot aufgezeichnet. Die Touren sind in meinen Beiträgen auf reisepunsch.de eingebunden oder direkt auf meinem Komoot-Account zu sehen und eventuell auch nachzuradeln?

Über einer Wiese liegt links ein kleiner Weile mit einer Kirche, rechts erheben sich die Felsen über die Donau
Malerisch liegen der Weiler und die Kirche St. Georg im Oberen Donautal

Wohnmobilstellplätze

Ein Wohnmobilstellplatz in Beuron
Wir sitzen gemütlich auf einem Wiesenstück – später werden wir den Grill erstmals mit Außengasanschluss benutzen

Die von uns im Mai genutzten Wohnmobilstellplätze an der Donau habe ich unter Praktisches, unter Wohnmobilstellplätze beschrieben.

Neue Sitze im Wohnmobil

Im Fond des Wohnmobils sind neue Sitze eingebaut
Schnell und unkompliziert wurden die mehrfach verstellbaren Sitze ins Wohnmobil neu eingebaut

Unsere alten Sitze im Wohnmobil im Fond haben wir durch moderne Sitze ersetzt. Eine kompetente und reibungslose Abwicklung erlebten wir bei der Firma Riedel in Markt Indersdorf.

Auf meinem YouTube-Channel stelle ich immer wieder neue Videos von Erlebnissen unterwegs ein. Außerdem habe ich für Dich Video-Anleitungen zum Thema Rucksack, Rucksacktypen und Anwendungen und wie Du für welche Tour packst, eingestellt. Abonniere einfach meinen Kanal, dann verpasst Du kein Video mehr.

Vorschau Juni 2020

Donauradweg Etappen 6 bis 8

Am Pfingstmontag starteten wir mit dem zweiten Teil unseres Donauradweges von Ingolstadt nach Passau. Ein privater Besuch in Österreich war endlich möglich, da die Grenzen nach Österreich am 5. Juni geöffnet wurden.

Reise rund um die Ostsee

Voraussichtlich im letzten Junidrittel werden wir zur großen Ostseerunde starten. Beginnen werden wir in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Planung geht es weiter durch Polen, die baltischen Staaten, mit der Fähre nach Finnland, dort bis zur nördlichsten Spitze der Ostsee und über Schweden und Dänemark zurück in die Pfalz. Ob wir reisen können, ob wir unsere Planungen leben können, kannst Du auf Reisepunsch.de in meinen Beiträgen lesen. Tagesaktuell informiert bist Du auf meinem Instagram-Account.

Ich wünsche Dir nun viel Spaß beim Schmökern und Stöbern auf Reisepunsch.de.

Bleib gesund und habe Freude am Leben

liebe Grüße,

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Austausch Reisemobilsitze

Austausch Reisemobilsitze

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Da wir kein neues gebrauchtes etwas größeres Wohnmobil gekauft haben, pimpen wir unser kleines, handliches und doch großes Wohnmobil, einen Karman Ontario 580, einfach auf. Waschbecken und Matratzen, Sitzbezüge und Silikonabdichtungen waren schon dran, nun sollen es die Sitze im Fond sein.

Wir frischen unseren Karmann Ontario auf

Wir haben einen Karmann Ontario 580. Ein kleines, kurzes, aber hohes Wohnmobil mit einem riesigen Platzangebot in Wohnraum und Küche und einem großen Bett mit 160 x 210 m Fläche im Alkoven. Im letzten Winter hatten wir uns die Neuanschaffung eines gebrauchten Wohnmobils überlegt. Etwas größer als unserer, Wohn- und Schlafraum getrennt und mit Hecksitzgruppe. Der Plan wäre gewesen, dort für die nächsten 3-5 Jahre zu wohnen und die Welt zu bereisen. Leider haben wir in unserer preislichen Vorstellungsklasse kein geeignetes Mobil gefunden.

Nachdem zu Jahresbeginn klar war, dass wir die zum Teil absolut überzogenen Preise für ein Gebrauchtes und schon gar nicht für ein Neues Reisemobil zahlen wollen, entschlossen wir uns, unser beinahe 10 Jahre altes Wohnmobil zu pimpen, also aufzufrischen und aufzuhübschen.

Bernhard baute zuerst ein neues Waschbecken ins Bad, denn das Alte leckte und das Leck war nicht dichtzukriegen. Alle Bezüge und Vorhänge, Tischsets und unser Stoffbrotkörbchen habe ich selbst mit einem schönen Blumenstoff neu bezogen (den Wohnzimmergardinen der verstorbenen Mutter, die somit immer auf allen Reisen irgendwie dabei ist – was wir beide sehr schön finden). Bernhard hat das WoMo poliert, alle Silikonfugen nachgearbeitet und neue Matratzen bestellt und in den Alkoven gewuchtet. Nun blieben noch die beiden Sitze im Fahrerhaus, auf denen wir bei den letzten Touren nicht mehr gut gesessen sind.

In einem Wohnmobilfahrerhaus sind Sitze mit orangebraunem Bezug
Unsere Sitze haben unsere Popos über 80.000 km getragen, die der Vorgänger nochmals über 35.000 km

Mittlerweile sind wir froh über die hohen Gebrauchtreisemobilpreise, denn durch Corona hat sich die Reiselage ja dramatisch verändert. So wohnen wir zeitweise in unserer schönen Wohnung in der paradiesischen Pfalz und die andere Zeit sind wir mit unserem WoMo dort unterwegs, wo es trotz Corona gerade erlaubt ist.

Neue Reisemobilsitze

Bei der Recherche im Internet hat Bernhard die Firma Reisemobilsitz24.de gefunden und mit Herrn Riedel, dem Besitzer, wegen eines Termins in Markt Indersdorf (Nähe München) telefoniert. Probesitzen konnten wir die Modelle bei Reimo in Egelsbach, gleich in unserer Nähe, über die hessische Grenze bei Darmstadt.  

Da unsere eigentlichen Reisepläne über den Haufen geworfen waren, hatten wir uns für die zweite Maihälfte die Donau vorgenommen. Mit dem Fahrrad auf dem Donauradweg. Zwischendrin sollten Besuche in München und Regensburg erfolgen, so lag die Werkstatt von Herrn Riedel quasi auf dem Weg.

Einen Termin mit Herrn Riedel zu vereinbaren ist recht unkompliziert und ohne lange Wartezeit. Die Sitze, die wir bei Reimo ausgesucht hatten, und die dazu passenden Konsolen, auf denen die Sitze im Fahrzeug montiert werden, wurden zu Herrn Riedel geliefert und er bereitete den Einbau vor unserer Ankunft vor.

Bei Reisemobil24.de

Nach einer herzlichen Begrüßung begutachteten wir unsere neuen Sitze und halfen beim Auspacken.

Ein neuer Autositz steht ausgepackt zum Einbau bereit
Das ist einer der neuen Sitze, die Farbe ist schon gefälliger

Herr Riedel baute unterdessen mit geübten Handgriffen die alten Sitze aus.

Der alte Sitz wurde aus dem Wohnmobil ausgebaut und liegt nun auf dem Rücken in der Werkstatt
Recht lieblos liegt der ausgebaute Sitz in der Werkstatt

Nachdem der erste Sitz ausgebaut war, konnte ich die leere Konsole bewundern. Und siehe da, da war sogar noch ein Erste-Hilfe-Kissen eingelagert. Allerdings war die Haltbarkeit bereits abgelaufen. Wie gut, dass wir ein Neues an uns bekannterer Stelle immer griffbereit deponiert haben.

Die leere Konsole des alten Wohnmobilsitzes muss noch ausgebaut werden
Die leere Konsole des alten Wohnmobilsitzes muss noch ausgebaut werden

Schon wenige Augenblicke später konnte ich die alte Konsole im Wohnmobil leer fotografieren.

Die alten Konsolen im Wohnmobil
So sehen die alten Konsolen der Sitze aus

Die neuen Konsolen hatte Herr Riedel bereits so vorbereitet, dass sie in die Schiene des Ducato aufgebracht werden konnten. Und weil Herr Riedel Sitzprofi ist, waren ruckzuck auch die Sitze auf den Konsolen montiert.

Der Einbau der neuen Sitze in das Wohnmobil ist abgeschlossen
Kurz nicht aufgepasst und schon sind die neuen Konsolen und Sitze eingebaut und die Arbeit abgeschlossen

Wir sitzen nun etwas niedriger als vorher, das heißt, wir haben unter dem Alkoven heraus ein etwas größeres Sichtfeld, was ich sehr genieße. Im Büro bekamen wir sogar noch ein Geschenk, so eine Überraschung.

Die Kunden erhalten ein süßes Dankeschön vom Werkstattmeister
Als Kunde bekommt man nicht nur Leistung und eine Rechnung, sondern auch süßes ein Dankeschön

Fazit Reisemobilsitz24.de

Wir waren von der Herzlichkeit, der Schnelligkeit und des zuvorkommenden Verhaltens von Herrn Riedel sehr begeistert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stimmig. Wir hatten zusätzliche Fragen zu unserem Wohnmobil, die Herr Riedel bereitwillig und präzise beantwortet hat. Während unserer Donautour war ein Klappenverschluss kaputt gegangen und unsere Aufbaubatterien sind nicht mehr leistungsfähig. Mit einem weiteren Termin auf der Rückreise von Passau, nach Abschluss unserer Donauradeltour, werden wir diese Probleme von ihm beseitigt bekommen.

Denn Herr Riedel baut nicht nur Sitze ein, sondern bietet Um- & Ausbauservice für alle Wohnmobile an – völlig Markenungebunden – außerdem besorgt er Zubehör und macht Gas- und TÜV-Prüfungen. Er ist ein Allrounder, bei dem das Wort Service noch Bedeutung hat.

Somit bekommt Reisemobilsitz24.de und auch camping-riedel.de einen dicken Daumen hoch.

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Donau-Radtour mit Wohnmobil – 1. Etappe

Donau-Radtour mit Wohnmobil – 1. Etappe

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Deutschlands Flüsse sind in den meisten Fällen von Fahrradfernradwegen gesäumt. Und in vielen Fällen ebenso von Bahnlinien. So lässt sich eine Fahrrad-Wohnmobil-Tour perfekt kombinieren. Die Mosel haben wir 2018 so befahren. Bei unserer Donauradtour sind nur die länderverschiedenen Corona-Vorschriften zu beachten.

Vorbereitung in Coronazeiten

Eigentlich wären wir in Kanada, sind wir aber nicht. Eigentlich wollten wir ab Mitte Juni die große Ostseerunde fahren – mal sehen, ob das in 2020 etwas wird. Alternativen müssen her! Trekking und Radfahren in Deutschland wählen wir aus. Die Trekkingtour findet aufgrund von Corona zwei Wochen verspätet statt, weil die Trekkingplätze, ebenso wie die Wohnmobilstellplätze, noch gesperrt sind.

Die Wohnmobilstellplätze in Baden-Württemberg sind ab 18. Mai (wie die Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz) geöffnet, die in Bayern ab 30. Mai. Nach Österreich zum Verwandtschaftsbesuch ist vielleicht möglich. So planen wir Fahrradtour, Familienbesuche in Regensburg und München, neue bequemere Sitze für unseren Karmann Ontario bei der Firma Camping Service Riedel in Markt Indersdorf und Familienbesuch in Oberösterreich und Salzburg.

Du merkst, unsere Wünsche lassen sich wunderbar kombinieren, wenn wir die Donau entlang radeln (bis auf den Abstecher nach München). So fahren wir an einem total verregneten Samstag gemütlich über den Schwarzwald nach Donaueschingen. Der regennasse Schwarzwald bietet ungewöhnlich schöne Ansichten und bei dem Wetter ist wenig Verkehr. Der Wohnmobilstellplatz in Donaueschingen liegt sehr ruhig außerhalb bei den Sportplätzen. Nach einem viertelstündigen Spaziergang durch den Schlosspark der Fürstenberger erreichen wir das Donautempelchen, von dem das Donau-Bächlein in die Brigach fließt, die sich kurz hinter Donaueschingen mit dem Quellfluss Breg vereinigt, ab dort heißt der Fluss Donau.

Das Donautempelchen, an dem die Quelle der Donau in die Brigach fließt
Im Jahr 1910 wurde der Einfluss der Donau in die Brigach mit einem Tempelchen versehen

Über die Brücke erreichen wir rechts der Stadtkirche St. Johann die Donauquelle. Sie ist wunderschön gefasst, die Steinmetzarbeiten filigran. Eine langsame Umrundung der Anlage ist absolut lohnenswert.

Die gefasste Donauquelle, die Bloggerin mit Mann steht dahinter, darüber die Skulptur der Mutter Baar
Die gefasste Donauquelle mit der Skulptur der Mutter Baar (Baar = die Landschaft, in der die Donau entspringt) und der Donau in zwei Altersstufen. Mutter Baar zeigt der jungen Donau den Weg zum Schwarzen Meer

Auf dem Rückweg zum Stellplatz flanieren wir andere Wege durch den Park der Fürstenbergs und haben noch ein entzückendes Erlebnis mit Familie Schwan.

Das Schloss Fürstenberg ist in eine Blütenwiese eingebettet
Das Schloss Fürstenberg im Schlosspark von Donaueschingen

Das Erlebnis habe ich als YouTube Video „Schwanensee“ eingestellt.

1. Etappe von Donaueschingen nach Beuron

Wir fahren morgens mit dem Wohnmobil zur Entsorgungsstelle am Klärwerk und stellen das Wohnmobil am Bahnhof ab.

Das Wohnmobil ist am Bahnhof in Donaueschingen geparkt
Unser Wohnmobil ist am Bahnhof in Donaueschingen geparkt

Mit den Rädern fahren wir zum Startpunkt des Donauradweges. Bis zum Schwarzen Meer legt die Donau 2.845 km zurück. (Nimmt man die Breg als Quellfluss hinzu sind es 2.888 km). Wir nehmen uns vorläufig nur die 594 Kilometer bis Passau vor. Neben dem Startpunkt des offiziellen Donauradweges ist ein Relief der Donau in den Boden eingelassen.

Am Start des Donauradweges ist ein Relief der Donau in die Erde eingelassen
Das Relief ist am Startpunkt des Donauradweges in den Boden eingelassen. Leider sind meine Arme zu kurz gewesen, so fehlt rechts unten der Name Donaueschingen. Der Punkt links beinahe ganz oben markiert die Stadt, in der die Quelle der Donau gefasst ist. Die Donau ist als Silberband zu erkennen und das Donaudelta rechts in der Mitte
Ein Fahrradfahrer steht vor dem Schild „Start Donauradweg“
Hier ist der Start des Donauradweges – und los geht´s

Komoot Aufzeichnung der Radtour

Die Aufzeichnung unserer Radtour findest Du bei Komoot.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Oder als Link in meinem Komoot-Account.

Wir benutzen den Radwanderführer von Bikeline, den Du hier bestellen kannst, eine Beschreibung findest Du hier.

Start der ersten Etappe

Nun geht es los. An einem Fluss entlang radeln bedeutet nicht, dass man am Fluss entlang radelt. Oft genug liegt das Flussbett in „unberührten“ Gebieten, in denen sich die Natur selbst überlassen ist.

An einem Baum an der jungen Donau sind Bissspuren von Bibern zu erkennen
Biber-Bissspuren an der Oberen Donau

So dauert es auch bis Pfohren, bis wir die Donau erstmals sehen, weil wir sie auf einer Brücke überqueren.

Ein schmaler Fluss mit Treibgut, gesäumt von Bäumen
Ein Foto von der ersten Donauquerung bei Pfohren, Blick zurück Richtung Donaueschingen

Anfänglich, auf den ersten zwei Etappen, windet sich die Donau noch richtig durch die Landschaft. Der durch seine Zuläufe immer stärker werdende Fluss hat sich auf dem Weg zum Schwarzen Meer durch einige Mittelgebirge und Felsen durcharbeiten müssen. Spektakuläre und unerwartete Aussichten öffnen sich uns immer mal wieder, auf Fluss, Landschaft, Gebäude und Ortschaften. In Pfohren beeindruckt mich ein kleines Schlösschen.

Ein altes Burggebäude steht in einer Wiesenlandschaft
Das ehemalige Jagdschloss Entenburg in Pfohren

Nach Pfohren geht es durch wunderschöne Auenlandschaft mit vielen Wiesen und auch einigen Feldern. Störche kreisen nicht nur über uns, sondern sind auf den Wiesen unterwegs. Die hungrigen Jungen im Nest müssen gefüttert werden.

Auf einer Auenwiese stehen viele Störche auf der Futterwiese
Eine Storchversammlung in der Donauaue auf einer Blütenwiese – fast könnte man meinen, sie haben von den Corona-Abstandsregeln gehört

Immer wieder sind wir am Beginn des Donauradweges mal auf der linken, mal auf der rechten Seite unterwegs. Die Flussüberquerungen sind spannend, da die Brücken so unterschiedlich sind.

Eine überdachte Holzbrücke führt über die junge Donau
Die Historische Holzbrücke vor Zimmern

Wir fahren kurz an der Bahnstrecke entlang, die Bernhard später zurückfahren wird und passieren Immendingen. Direkt vor der Stadt führt uns eine Brücke über die Donau, die hier schon nicht mehr frei in ihrem Bett fließt, sondern von Menschen gestaltet ist.

Die Donau bei Immendingen fließt über ein Wehr
Die Donau bei Immendingen, schon reguliert

Abwechslungsreiche Erlebnisse

Kurz darauf erreichen wir die erste Donauversickerung. An manchen Stellen auf der ersten Etappe versickert die Donau in den unterirdischen Höhlen des Juragesteins, um später wieder zutage zu treten. Wir können auf Infotafeln lesen, dass diese „Donauversickerung“ im Sommer und Herbst vorkommt – aber nach den beiden trockenen Jahren 2018 und 2019 und dem wenig niederschlagreichen Winter 2019/2020 ist die Donau bereits im Mai 2020 versickert. An der Donauversickerung bei Immendingen ist ein Radlerzeltplatz, der auf einer Wiesenfläche zur Donau hin angelegt ist.

Bei der Donauversickerung ist ein großer Spiel- und Radelzeltplatz
Bei der ersten Donauversickerung ist ein großer Spiel- und Radelzeltplatz

Gleich beim ersten Abzweig danach haben die Modellautofreunde Immendingen einen Rennparcours. Heute am Sonntag sind die Vereinsmitglieder aktiv und wir schauen eine Weile den wechselnden Rennen zu.

Unser Radweg führt uns durch den Ort Möhringen und nach dem Rathaus über eine Behelfsbrücke über einen Bach, der kurze Zeit später in die Donau mündet.

Das Rathaus in Möhringen, ein Radfahrer steht davor, rechts davon blühende Kastanienbäume
Das Rathaus in Möhringen ist schön restauriert

Im Laufe der Jahrtausende hat die Donau ihr Bett auch immer mal gewechselt, so dass die Altarme als kleine Seen zurückgeblieben sind. Diese Seenlandschaft begleitet und auf dem Weg nach Tutlingen, in die Stadt fahren wir wieder über eine schöne Brücke.

Eine überdachte Holzbrücke ist über den Fluss gespannt
Eine Holzbrücke über die Donau bei Tuttlingen

Der Radweg geht mitten durch die Stadt und so kommen wir am Marktplatz mit dem Pyramidenbrunnen vorbei. Die Form des Brunnens greift die Quadrate der Innenstadt auf, wie sie nach einem Stadtbrand 1803 neu errichtet wurde. Der Bauer erinnert wohl an die frühere Bedeutung des Marktplatzes als Umschlagplatz für die Waren der Landwirte.

Eine Skulptur eines Bauern mit einem Stier steht vor einem als Pyramide gebauten Brunnen
Der Bauer mit dem Stier vor dem Pyramidenbrunnen in Tuttlingen

Spannende Natur

Nach Tuttlingen beginnt der Abschnitt, der mir am besten gefällt. Der Naturpark „Obere Donau“ ist ungeheuer schön. Satte grüne Wiesen, steile Kalkfelswände, historische Gemäuer auf vielen Höhen und wenig Besiedlung. Dazu das klare Flüsschen, ich fühle mich wie im Paradies. Nach Mühlheim fahren wir am Wulfbach entlang, der in seinem Mündungsgebiet zur Donau der Natur überlassen ist.

Viele Baumstämme liegen quer über einen Bach, die Arbeit von Bibern
Der Wulfbach, der in die Donau fließt, hat bereits Biberbesiedlung, so wie der Oberlauf der Donau an manchen Stellen

Die Donau windet sich in weiten Kurven weiter durch die Felslandschaft und bietet und Radfahrern auf immer wieder neue spektakuläre Aussichten auf die Landschaft.

https://www.reisepunsch.de/project/donaueschingen-wohnmobilstellplatz/
Der Donaujura taucht erstmals nach Fridingen auf

Laut unserem Radwanderführer Donau wäre die erste Etappe in Fridingen zu Ende. Wir haben jedoch einen anderen Zeitplan, sind mit Fahrrädern mit elektronischer Unterstützung unterwegs und wollen heute deshalb weiter bis Beuron. Direkt nach Fridingen ist die nächste Donauversickerung.

Eine Tafel erklärt das Phänomen der Donauversinkungen
An der 3. Donauversinkung, wird das Phänomen auf einer großen Tafel erklärt

Bald schon geht es auf dem Radweg immer mal wieder kräftig hinauf und hinab. Die Donau hat sich durch die Kalkfelsen des Weißen Jura gearbeitet, wir Radler müssen diese Berge überwinden. Wieder ergeben sich dadurch schöne Ausblicke.

Die Donau hat sich in vielen Jahrtausenden durch den Fels gearbeitet
Welche Kraft Wasser hat, die Donau zeigt das eindrucksvoll mit dem Felsdurchbruch an der oberen Donau

Unser Übernachtungsplatz – das eigene Wohnmobil

Radfernwege an Flüssen fahren wir seit 2018 mit dem Wohnmobil. Bei der Planung der Etappen berücksichtigen wir, wo Bahnhöfe an der Strecke liegen, die Bernhard zum Ausgangspunkt und somit zum Wohnmobil zurück bringen. Entweder bleiben wir am Bahnhofsort oder ich fahre noch weiter und wir treffen uns später an einem Wohnmobilstellplatz auf der Strecke. Unsere heutige Etappe endet in Beuron. Dort ist ein Bahnhof und ein schöner Wohnmobilstellplatz. Natürlich ist dort auch das Kloster Beuron. Unser Ankunftstag ist ein Sonntag, der erste nach der Coronaöffnung und mit wunderschönem Frühlingswetter. So sind große Menschenmengen unterwegs und ich verzichte sicherrheittshalber auf die Klosterbesichtigung. Stattdessen genieße ich die Sonne auf dem Rasenstück neben unserem Wohnmobilstellplatz. Gleich nebenan sind Unterkünfte für Fahrradfahrer in großen Kiefernholzfässern eingerichtet. Die Anlage nennt sich „Camp im Donautal“. Im Holzfass sind Bett, Tisch und Stühle, außerhalb sanitäre Anlagen und Picknicktische.

Der Bahnhof mit Gleisen in Beuron
Bernhard fährt mit dem Zug nach Donaueschingen zurück und holt das Wohnmobil
Ein Fahrrad steht auf einem freien Platz, Wohnmobile links daneben
Mein Fahrrad steht auf dem Platz, auf dem später das Wohnmobil stehen wird
Runde Tonnen sind als Unterkünfte für Radfahrer und Wanderer eingerichtet
In den Kieferholzfässern können Fahrradfahrer und Wanderer direkt neben dem Wohnmobilstellplatz übernachten

Wir lassen den Abend gemütlich mit einem leckeren Essen und einem Glas Pfälzer Wein ausklingen.

Ein Wohnmobilstellplatz in Beuron
Wir sitzen gemütlich auf einem Wiesenstück – später werden wir den Grill – erstmals mit Außengasanschluss – benutzen

Hier geht’s zur 2. Etappe Donauradweg: von Beuron nach Riedlingen.

Hier geht’s zur 3. Etappe Donauradweg: von Riedlingen nach Ulm.

Hier geht’s zur 4. Etappe Donauradweg: von Ulm zum Hofgut Bäldleschwaige.

Hier geht’s zur 5. Etappe Donauradweg: vom Hofgut Bäldleschwaige nach Ingolstadt.

Hier geht’s zur 6. Etappe Donauradweg: von Ingolstadt nach Regensburg.

Hier geht’s zur 7. Etappe Donauradweg: von Regensburg nach Metten.

Hier geht’s zur 8. Etappe Donauradweg: von Metten nach Passau.

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