Von Valencia nach Onda

Von Valencia nach Onda

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Onda ist als die Stadt mit der „Burg der 300 Türme“ bekannt. Dies verdankt sie der gut erhaltenen Festung, die sich über die Stadt erhebt. Bereits 1967 ist die Altstadt von Onda als kulturhistorisches Denkmalensemble und Kulturgut erklärt worden. Diese Attribute locken uns zu einem Besuch.

Morgenstimmung am Meer

Ein schöner Sonnenaufgang bietet sich uns von unserem Stellplatz. Wir betrachten die Sonne, bis sie richtig am Horizont steht und machen uns zur Abreise fertig.

Die Sonne schiebt sich aus dem Meer, auf dem große Schiffe schwimmen hinauf. Im Vordergrund ist ein runder Festungsbau zu erkennen
Die Sonne schiebt sich aus dem Meer – unser Stellplatz bietet uns eine wunderbare Aussicht
Die Sonne ist bereits über dem Horizont und taucht die Schiffe in rosa Licht
Kaum ist die Sonne über dem Horizont, taucht sie die Schiffe in rosa Licht

Anreise von Valencia nach Onda

Wir wollen heute ins Inland nach Onda zur mittelalterlichen Burganlage. Um Valencia fahren wir links herum über die V 30 bis zur Ausfahrt 321. Hier nehmen wir die CV 310 Richtung Bétera. Vorbildliche Fahrradstraßen laufen parallel zur Autostraße – und auf den Radwegen ist richtig viel los. In Bétera biegen wir auf die CV 333 Richtung Segobre und Olocau. Die landschaftlich schöne Straße wird von Fahrradfahrern stark genutzt, die nun keinen eigenen Fahrradweg mehr haben. Die Hinweise für die Autofahrer sind eindeutig, nehmt Rücksicht.

Eine Bergstraße rechts macht eine Linkskurve. Über den felsigen Bergen sind die Kondensstreifen von Flugzeugen zu sehen
Die Kondensstreifen am Himmel ergänzen die Schönheit der Landschaft mit geometrischen Mustern
Im Vordergrund rechts ein Mandelbaum mit wenigen Blüten, im Hintergrund klebt rechts eine Stadt an einem Berghang, links zieht sich ein bewaldeter Berg hinauf
Blick zur Stadt Marines el Viejo an der CV 25

Wir schrauben uns mit vielen Serpentinen immer weiter den Berg hinauf auf die Sierra Calderona. Kurz vor dem Ort Olocau heißt die Straße nun CV 25 und wir erreichen die Passhöhe „Porte del Chirivilla“ auf 711 hm.

Bewaldete Berge, die Straße, auf der zum Parkplatz gefahren wurde, ist als kurviges Band zu erkennen
Vom Pass Chirivilla auf 711 m Höhe geht der Blick zurück nach Süden
Hinter Nadelbäumen im unteren Vordergrund sind mit Gras bewachsene Berge zu sehen. Im weiteren Hintergrund eine Gebirgskette hinter einem Tal
In Richtung Norden fahren wir weiter
Ein Rosmarinstrauch in voller Blüte
Im blühenden Rosmarin summen die Bienen. Wir nehmen einen Zweig für unser Mittagessen mit
Eine Bergstraße führt bergab. Im Hintergrund zieht sich nach rechts ein Berghang hinauf, auf dem einzelne Bäume in Reihe stehen. Der Himmel ist von Kondensstreifen durchzogen
Nun geht es vom Pass Chirivilla hinab zum Städtchen Altura

Bergab geht es noch kurviger als vorher weiter, das Display des Navigationsgerätes ist überwiegend orange mit dem Streckenverlauf.

Der Straßenverlauf im Navigationsgerät ist sehr kurvig abgebildet
Diese Kurven liegen bergab noch vor uns

Die Gegend ist ungeheuer trocken und karg, bietet uns aber immer wieder wunderbare Ausblicke.

Eine trockene Berglandschaft mit einer Straße, die hindurchführt
Ständig neue Ausblicke in die Berglandschaft

Kurz danach durchfahren wir eine ehemaliges Waldbrandgebiet bevor wir hinab nach Altura fahren. Nun lassen wir immer wieder Fahrradfahrer passieren, die bergab schneller sind als wir.

Verkohlte Baumstümpfe und Bäume zeugen von einem ehemaligen Waldbrandgebiet. Im Vordergrund blüht Ginster
Der Ginster blüht wieder im ehemaligen Waldbrandgebiet

In Altura fahren wir auf die A 23 Richtung Segorbe und bei der Ausfahrt 24, fahren wir wieder ab nach Soneja und auf der CV  230 nach Azuebar, mit dem Schild „Nationalpark Sierra d`Espòdan“. 3 km nach Azuebar folgen wir rechts der CV 219 nach Chóvar und Eslida, wieder ein wunderbar kurviges Sträßchen.

Ruinen einer Festung auf einer Bergkuppe, im Tal die Stadt
Eine Festung auf einem Berg, die Stadt liegt unterhalb im Tal

Über diese Passsträßchen fahren vermutlich die verschiedenen spanischen Radrennen. Auf dem Asphalt sind immer wieder Mutmachsprüche für die Rennfahrer aufgepinselt.

Mittagspause Nähe Coll oder Port Eslida

Wir finden ein wunderbares ebenes Plätzchen für unsere Mittagspause. Der Platz wird bei Fahrradrennen sicherlich von Zuschauern genutzt, denn die Serpentinenstraße ist in beide Richtungen gut einsehbar.

Mittagspausenplatz GPS
N 39.86178° W 0.32091° oder
39°51’42.4“N 0°19’15.3“W

Ein Wohnmobil steht unter Olivenbäumen. Auf der Straße fahren Fahrradfahrer am Platz vorbei
Unser Rastplatz wird sicherlich von Fans bei Fahrradrennen genutzt. Wir können viele Radfahrer bergab fahren sehen
Auf zwei Tellern ist Mittagessen angerichtet- Aus dem Fenster sind Serpentinen der Straße zu erkennen
Beim Mittagessen können wir die Radfahrer bergab in den Serpentinen beobachten

Eine andere Möglichkeit zur Rast ist einige Kilometer später der Coll oder Port Eslida auf 620 m Höhe.

Bergab nach dem Port Eslida macht die Straße einen richtigen Kreis, der durch einen Tunnel möglich wird. So eine Streckenführung kenne ich bisher nur von der Zugfahrt von Tirano auf über den Bernina bei der Interrailtour mit meiner Tochter.

Auf dem Display des Navigationsgerätes ist der Kreis, den die Straße bergab durch einen Tunnel macht, zu erkennen
Ein Tunnel ermöglicht der Straße, diesen Kreis zu machen

Im Dorf Eslinda fahren wir links auf die CV 223 nach Onda. Wir beenden unsere Wohnmobilwanderung auf dem

Wohnmobilstellplatz Onda

Stellplatzbeschreibung zusammengefasst

Calle Fanzara, Onda, Spanien
GPS
N 39.96824° W 0.27158° oder
39°58’05.7“N 0°16’17.7“W

Neu angelegt, kostenlos mit etwa 16 Plätzen, Ver- und Entsorgung, ohne Strom

Wohnmobile stehen auf dem neu angelegten Platz in Onda
Der Wohnmobilstellplatz in Onda in der Calle Fanzara
Auf einem betonierten Platz ist die Ver- und Entsorgung des Wohnmobils möglich
Die Ver- und Entsorgungsstelle des Wohnmobilstellplatzes Onda ist neu angelegt

Stadtspaziergang Onda

Wir spazieren zur „Burg der 300 Türme“ durch die Altstadt mit engen Straßen.

Vor der Burg in Onda ist eine deutsche Erklärungstafel zur Historie aufgestellt
Zum ersten Mal finden wir eine deutsche Erklärungstafel auf unserer Reise
Der Grundriss der Burg mit heutiger Nutzung wird auf dem Schild erklärt
Grundriss der Burg mit maurischer Festung an höchster Stelle
Eine Übersichtskarte der Altstadt von Onda mit nummerierten Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind nummeriert

Die Anlage wird durch Tafeln sehr gut erklärt. Wir bekommen am Eingang den Hinweis, dass man für uns gerne im Museum auf dem Burgberg die Multivisionsshow in englischer Sprache abspielen würde. Einen Flyer erhalten wir sogar erstmals bei unserer Spanienreise in deutscher Sprache.

Feste rundgemauerte Türme, teils mit Zinnen bewehrt, stehen in kurzem Abstand in die Festungsmauer eingelassen
Die Festungstürme sind zum Teil noch gut erhalten

Die Burg wurde während der Herrschaftszeit der Mauren im 10. und 11. Jahrhundert erbaut und hatte auf dem höchsten Punkt den maurischen Palast Alcazaba. Der Offizier des Sultans nutzte ihn vorwiegend für das Protokoll, also Empfänge von Gesandtschaften und zum Regieren.

Auf dem fotografierten Grundriss ist die maurische Anlage Alcazaba in der Festung erklärt
Die maurische Festung Alcazaba ist auf dieser Schautafel erklärt
Die Erklärungen des Grundrisses sind in englischer Sprache
Die Erklärungen der Nummern sind in Englisch
Einige Grundmauern des Festungsgebäudes Alcazaba mit dem Innenhof sind übrig geblieben
Mit viel Fantasie ist die maurische Anlage der Burg zu erkennen

Vom Burgberg aus haben wir einen guten Blick auf die Altstadt.

Von der Festung geht der Blick über die Altstadt mit der Kuppelkirche Mariä Himmelfahrt über die neue Stadt ins Gebirge im Hintergrund
Die Kirche Mariä Himmelfahrt hat zwei sechseckig-runde Kuppeln, die mit ihren blauen Ziegeldächern typisch für die Gegend sind

Nach so viel Gelehrsamkeit spazieren wir durch die Altstadt.

Eine schmale Gasse mit hohen Häusern, alle mit kleinen Balkonen versehen in der Altstadt von Onda
Typische Altstadtgasse und immer kleine Balkone vor den Fenstern
Eine schmale Gasse mit hohen Häusern, alle mit kleinen Balkonen versehen in der Altstadt von Onda
Die meisten Balkone sind auf der Unterseite mit hübschen Motiven gefliest
Ein neugestalteter Platz in der Altstadt Ondas. Ein Haus im Hintergrund ist verfallen
Der San Cristóbal Platz ist neu gestaltet. Die Häuserlücke im Hintergrund wird durch Stahlträger gestützt
Am Haus am Ende der Gasse ist ein gefliestes Heiligenbild, im Hintergrund ein Teil des Kirchturms
An manchen Häusern in Ondas Altstadt sind Heiligenfiguren aus Fliesen angebracht

Auf dem Rückweg zu unserem Stellplatz passieren wir den Plaza Sancho. Wir sind beeindruckt von der Wanderkarte, die nicht nur die Entfernungen und Wanderzeichen, sondern auch die Höhenangaben und Schwierigkeiten der jeweiligen Wanderungen darstellt. Die Wanderwegbeschilderung ist ebenfalls vorbildlich.

Eine Wanderkarte mit Entfernungs- und Höhenerklärungen
Die Wanderkarte steht am Plaza Sancho. Entfernungen, Höhenmeter und Wanderzeichen sind erklärt
Schilder mit Entfernungen und Richtungen von Wanderwegen und Wanderzielen
Die Wanderwegbeschilderung in Onda ist vorbildlich, die Entfernungen bis auf den Meter genau

Du bist mit dem Wohnmobil unterwegs. Dann ist der WoMo-Reiseführer Ost-Spanien genau der richtige Begleiter für Dich. In meinen Empfehlungen erfährst Du mehr oder Du bestellst ihn hier.

Du möchtest über das Erscheinen neuer Beiträge, Tipps und Infos informiert werden? Abonniere meinen Newsletter, der Anfang jeden Monats erscheint.