Salzburg im Advent

Salzburg im Advent

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Salzburg ist zu jeder Jahreszeit schön. In der Adventszeit ist ein Bummel über die verschiedenen Weihnachtsmärkte ein besonderes Erlebnis. Die geschmückte Alt- und Neustadt, schön dekorierte Geschäfte, begleitende Musikveranstaltungen und die Landschaft um die Stadt laden zum Verweilen und Genießen ein.

Ich kenne Salzburg seit zehn Jahren zu allen Jahreszeiten. Das Heimweh von Bernhard, meinem Mann, der in Salzburg aufgewachsen ist, spült uns immer wieder in die wunderschöne Stadt. Eine besondere Zeit für einen Salzburgbesuch ist die Adventszeit. Die Stadt ist festlich geschmückt und es gibt viele verschiedene Weihnachtsmärkte, die fußläufig beieinander liegen. Spaziergänge an der Salzach, mit Glück mit etwas Neuschnee, runden unser Adventsprogramm ab.

Der Fluss Salzach in silberner Farbe zerschneidet die Häuserzeilen. Links die behäbig großen Bürgerhäuser, rechts die Kirchen der Altstadt über denen die Festung thront.
Das Silberband der Salzach – rechts oben die Festung unten die Altstadtkirchen

Wir reisen gerne Anfang der Woche an, dann haben Hotels, Hostels und Pensionen freiere Kapazitäten. Der Wohnmobilstellplatz in Salzburg, mit perfekter ÖPNV-Anbindung in die Stadt, ist ebenfalls sehr zu empfehlen. In Salzburg, mit seinen vielen traditionsreichen Kaffeehäusern und auch neuen alternativen Cafés ist es ratsam, eine Übernachtungsmöglichkeit ohne Frühstück zu buchen. Sie schaffen es sonst nicht, einige der Café zu besuchen, die das Salzburger Leben einfach ausmachen. Gerne bleiben wir bis Donnerstag, denn da ist der Schrannelmarkt, in dem wir uns mit Salzburger Spezialitäten für zuhause eindecken.

Anreise nach Salzburg

Die Anreise ist problemlos mit dem Zug möglich. Salzburg zu entdecken ist zu Fuß und mit dem Öffentlichen Personennahverkehr wunderbar möglich. Die innerstädtischen Busverbindungen funktionieren seit langem Klimafreundlich mit O-Bussen. Über Oberleitungen werden die Fahrzeuge mit Strom versorgt und angetrieben. Die Tarife und Tickets für die Busse bekommst Du in jeder Trafik, so heißen die Kioske in Österreich. Oder du nutzt die SalzburgCard. Sie ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich und bietet einmaligen Gratis-Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten und Museen, freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (ausgenommen S-Bahn!), attraktive Ermäßigungen bei kulturellen Veranstaltungen und Konzerten, zusätzliche Vergünstigungen bei vielen Ausflugszielen und teilweise Schnellzugang ohne Anstellen an der Kasse. Die Salzburgcard ist auch online buchbar.

Wir fahren mit unserem Bus bis zum Hanuschplatz, einem Knotenpunkt verschiedener Buslinien. Wir queren die Straße und finden zuerst den Bäcker Peter Pföss mit einem wunderschön geschmückten Schaufenster zur Weihnachtszeit.

Im Schaufenster einer Bäckerei sind Lebküchen und Weihnachtsplätzchen dekorativ ausgestellt
Die Weihnachtsbäckerei Peter Pföss in der Nähe des Sternbräu – auch im Sommer lockt leckeres Gebäck

Sternadvent

Gleich rechts von der Bäckerei Peter Pföss geht es zum Sternbräu mit seinen Arkaden. Das Sternbräu wurde 2013 und 2014 für 25 Millionen Euro aufwändig saniert und bietet 1.400 Gästen einen Platz. Trotzdem vieles neu gestaltet wurde, ist der alte österreichische Gasthausflair in einigen Bereichen erhalten worden. Teile der 1542 n. Chr. erstmals erwähnten Sternbräu-Gasträume standen unter Denkmalschutz und bei den Renovierungen sind sogar Teile der Stadtmauer zum Vorschein gekommen. Neue moderne Gaststuben sind hinzugekommen. So kann jeder Gast im Ambiente seines Geschmacks speisen, ein Vorreservierung zu Stoßzeiten empfehle ich sehr. In den neuen Arkaden des Sternbräus und im Biergarten ist ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.

Der hohe Torbogen der Sternarkaden ist mit Engelsflügeln geschmückt
Der Eingang in den Weihnachtsmarkt der Sternarkaden

Handwerker, Landwirte, Imker und Kunsthandwerker bestücken diesen Markt und bieten viele regionale Spezialitäten an.

In einem Holzhäuschen im Stil einer Alm werden heiße Maroni angeboten
Heiße Maroni sind in der Winterzeit in Salzburg allgegenwärtig
Der Weihnachtsbaum der Sternarkaden ist mit großen roten Kugeln geschmückt, an den kahlen Laubbäumen hängen versilberte Engelsflügel
Der Weihnachtsbaum der Sternarkaden
Der Innenhof des Sternbräu – im Sommer der Biergarten – ist mit goldenen Engelsflügeln geschmückt
Der Innenhof des Sternbräu – im Sommer der Biergarten – ist mit goldenen Engelsflügeln geschmückt

Wir verlassen den Weihnachtsmarkt durch das Durchhaus Richtung Getreidegasse. Einige Straßen der Altstadt sind sehr lang und haben keine Querstraßen. Damit Fußgänger auf kurzem Weg zur Parallelstraße gelangen können, wurden fast alle Häuser in diesen Bereichen als sogenannte Durchhäuser gebaut, mit einem ebenerdigen Durchgang durch das Gebäude zur Parallelstraße. Die Getreidegasse ist festlich mit Lichtern geschmückt und ein Blick nach oben lohnt in dieser bekanntesten Einkaufsstraße Salzburgs immer. Die Schilder der Geschäfte dürfen keine Leuchtreklame haben und müssen im alten Stil gehalten sein. Die Fassaden der wuchtigen Bauten sind außerdem sehenswert. Oben auf dem Mönchsberg thront das Naturfreundehaus.

Der Weihnachtslichterschmuck der Getreidegasse scheint unspektakulär. Sie ist die berühmte Häuserzeile und Einkaufsstraße in Salzburg. Blick nach oben zu der Weihnachtsbeleuchtung, im Hintergrund das Naturfreundehaus auf dem Mönchsberg.
Der Weihnachtslichterschmuck der Getreidegasse scheint unspektakulär

Die Bosna

Unser Weg am Vormittag führt immer über das Bosnastandl. Die Bosna ist eine Delikatesse, die zu jedem Salzburgbesuch dazugehört. Der Bulgare Zanko Todoroff servierte 1949 im Mühlnerbräu die Bratwurst nach seinem Geheimrezept. Wegen ihres besonderen Geschmacks wurde sie schnell stadtbekannt. 1950 eröffnete Todoroff den heutigen Balkangrill im Durchhaus der Getreidegasse 33. Die Eingangstür zum Grill ist gleichzeitig die Speisenausgabe. Der Arbeitsplatz der Grillmeisterinnen hat nur circa drei Quadratmeter Fläche und hat sich – außer bei den Preisen – in all den Jahren wenig verändert. Der Name der Wurst leitet sich vom bulgarische Wort für Jause „Bosa“ ab, das vom ersten Werbe-Plakatmaler kurzerhand in Bosna umgewandelt wurde. Heute betreibt die Fleischerei Walter, die die Würste selbst herstellt, den Bosnagrill.

In einem Durchgang eines Hauses stehen Menschen an einem Bosnastand an
Der Bosnagrill im Durchhaus beim Dantendorfer in der Getreidegasse 33

Was, liebe Leserin, lieber Leser, unterscheidet eine übliche Bratwurst von einer Bosna? Erstens die Gewürze in der Wurst und zweitens die Gewürzmischung auf der Wurst. Ich empfehle die Nummer zwei, die Ursprüngliche, die Originale. Zwei Würsteln kommen in das lange, getoastete Brotweck. Eine Zwiebel-Senf-Petersilienmischung und das spezielle Curry werden hinzugefügt. In ein Papier gewickelt in Empfang nehmen, kurz die Hitze wegpusten, abbeisen und der Aufstieg ins kulinarische Bosnaparadies beginnt.

Die Bosna, eine Delikatesse, die zu jedem Salzburgbesuch dazugehört. Ein Brötchen mit zwei speziellen dünnen Würstchen, mit einer Zwiebel-Senf-Petersilienmischung und speziellem Curry, eingewickelt in ein Papier – ein besonderer kulinarischer Genuss
Die Bosna, eine Delikatesse, die zu jedem Salzburgbesuch dazugehört

Die Durchhäuser

Kauend spazieren wir den Durchgang weiter und kommen in der Herbert-von-Karajan-Straße, fast beim Universitätsplatz heraus und wenden uns nach links. Wir wollen heute einige Durchhäuser zwischen Getreidegasse und Universitätsplatz durchstreifen und uns an der weihnachtlichen Dekoration erfreuen. In den Gängen, die an manchen Stellen breite Passagen sind, sind kleine Manufakturen, Geschäfte und Lokale. Eine der Gänge sind komplett überbaut, andere wieder münden in Innenhöfen.

Im Erdgeschoss der großen Salzburger Altstadthäuser befinden sich Durchgänge, in denen Schaufenstern auf das Warenangebot hinweisen. Die Durchgänge sind hier mit Weihnachtsbäumen geschmückt
Die Durchhäuser verbinden die Getreidegasse mit dem Universitätsplatz und sind weihnachtlich dekoriert
Die Weihnachtsdekoration ist ungewöhnlich. An in Spalierobstweise arrangierten Weihnachtsbäumen sind weiße Tischlampenschirme befestigt
Ungewöhnliche Weihnachtsdekoration in der Herbert-von Karajan-Straße
Ein schmaler Gang mit Schaufenstern links und rechts in der Mitte ist ein Innenhof
Manche Durchhäuser haben auch Innenhöfe
Eine Kuh mit einem Tisch dient als Tisch in einem Wirtshaus im Durchhaus in dem Salzburger Nockerln angeboten werden
Salzburger Nockerln – Angebot im Durchhaus – die Kuh dient als Stehtisch

Universitätsplatz

Wir unterbrechen unseren Streifzug am Universitätsplatz, denn die Marktstände dort sind immer gut sortiert und bieten die unterschiedlichsten österreichischen Spezialitäten. Der Markt auf dem Universitätsplatz hat werktäglich bis gegen 14 Uhr geöffnet

In einem Marktstand auf dem Universitätsplatz sind die frischen Obstsorten schön arrangiert
Obst soweit das Auge reicht und farblich wunderschön arrangiert.
In einem Marktstand auf dem Universitätsplatz sind die frischen Gemüse schön arrangiert
Die Gemüseauswahl lässt keine Wünsche offen

Wir wollen uns kurz vor der Mittagszeit mit einem Getränk erfrischen und steigen hinab in den Gewölbekeller von Mozarts Geburtshaus, in die Hagenauerstuben am Universitätsplatz. Hier hat mein Mann Bernhard einige Jugendzeit verbracht und die Einkehr dort am Vormittag gehört für uns zum Salzburgbesuch.

Die Tonnengewölbedecke des Hagenbucher Gasthauses ist üppig mit Weihnachtsschmuck dekoriert – die Aufschrift „Gebirgsstädter“ schmückt eine Wand
Üppiger Weihnachtsschmuck im Hagenbucher – mit einem dezenten Hinweis, als was sich Salzburger empfinden
Die Tonnengewölbedecke des Hagenbucher Gasthauses ist üppig mit Weihnachtsschmuck dekoriert
Der komplette Gewölbekeller ist mit Weihnachtsschmuck dekoriert

Die Rückseite von Mozarts Geburtshaus schaut zum Universitätsplatz. Ob Mozarts Mutter damals schon den Markt direkt vor der rückwärtigen Haustür hatte und der Vater die Hagenauerstuben besuchte?

Vor der Rückseite von Mozarts Geburtshaus am Universitätsplatz ist der werktägliche Markt aufgebaut
Vor der Rückseite von Mozarts Geburtshaus am Universitätsplatz ist der werktägliche Markt aufgebaut

Wir wenden uns am Würstlstand in den Durchgang zum Alten Markt hin. Mein Blick fällt dabei in die Wiener-Philharmoniker-Gasse, die Du bei einem Stadtspaziergang sowieso nicht außer Acht lassen solltest.

Vor einem Café sind die Stühle mit Schaffellen belegt, die Gäste vor der Kälte schützen
Das Cafe Herr Leopold in der Wiener-Philharmoniker-Gasse 1, mit kuschliger Außenbestuhlung

Café Tomaselli und Café Fürst

Durch die Churfürstenstraße spazieren wir heute am Café Tomaselli vorbei. In echtem österreichischen Kaffeehausambiente sitzt man dort zusammen, liest die Zeitung oder führt tiefsinnige Gespräche. Die Bedienung kommt mit einem riesigen Tablet mit der Kuchenauswahl an den Tisch, und da ist jedes Stück schöner anzuschauen als das nächste.

Das es im wahren Österreich wirklich oft so zugeht, konnte ich in Wien erfahren. Bei unserem Frühstück in einem Wiener Kaffeehaus, marschierte Bundeskanzler Kurz ohne große Entourage mit drei Besuchern herein und setzte sich zum Kaffee und Gespräch an den Nachbartisch.

Das traditionsreiche Café Tomaselli hat echtes österreichisches Kaffeehausambiente. Die Fassade des Caféhaus Tomaselli. Über dem Eingang ein Balkon, der im Sommer von Gästen genutzt wird
Das traditionsreiche Café Tomaselli hat echtes österreichisches Kaffeehausambiente
Auf großen Platten wird das Kuchenangebot des Café Tomaselli präsentiert, die die Bedienung in Café bei einem Rundgang an die Tische anbietet
Ein Blick auf einen Teil des Kuchenangebots des Café Tomaselli

Uns reizt der Kuchen nach der leckeren Bosna noch nicht und wir spazieren weiter zum Café Fürst. Dort kaufen wir Mozartkugeln für unsere Nachbarn, die sich um unsere Post kümmern. Bereits im Jahre 1890 kreierte der Salzburger Konditor Paul Fürst die heute weltbekannte Salzburger Mozartkugel. Seine feine Schöpfung aus Marzipan mit Pistazien, umhüllt von Nougat und dunkler Schokolade wurde rasch zur berühmtesten Praline der Stadt und Weltbekannt. Bei einer Pariser Ausstellung wurde er 1905 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Natürlich gibt es beim Fürst auch leckere Kuchen, Frühstück und Lunch in österreichischer Kaffeehauskultur und im Sommer ein besonders leckeres Eis.

Zwei Frauen gehen durch die Eingangstür ins Café und Konditorei Fürst
Der Eingang zu Café und Konditorei Fürst in der es die Originalen Mozartkugeln gibt

Christkindlmarkt Salzburg

Rechts am Café Fürst vorbei sind wir schon gleich auf dem Residenzplatz, beim größten Salzburger Weihnachtsmarkt, der natürlich Christkindlmarkt heißt. Hier wird ein buntes Gemisch von Waren angeboten, teils echte österreichische Handwerkskunst, teils made in China oder sonst wo. Kulinarisch geht es ebenso inländisch wie international zu. Bei diesem Eingang zum Christkindlmarkt beginnt eine Krippenausstellung, die sich nach links hin weiterzieht. Welch filigrane Handarbeit in den Krippen steckt!

Plakat Salzburger Christkindlmarkt
Plakat Salzburger Christkindlmarkt
Auf dem Residenzplatz vor dem Salzburger Dom beginnt der innerstädtische Christkindlmarkt
Auf dem Residenzplatz vor dem Salzburger Dom beginnt der innerstädtische Christkindlmarkt
In einer Vitrine am Salzburger Christkindlmarkt ist eine Weihnachtskrippe aufgebaut
Eine Krippenausstellung bereichert den Christkindlmarkt in Salzburg

Wir spazieren weiter über den Domplatz, auf dem im Sommer immer der „Jedermann“ aufgeführt wird und kommen auf den Kapitelplatz, auf dem der Mann auf der goldenen Kugel steht. Er gehört zum Gesamtkunstwerk Sphaera des Künstlers Stephan Balkenhol. Der Mann auf der goldenen Kugel ist das auffälligere Stück, auf einem markanten Platz. Das Gegenstück, die Frau im Fels, ist eher klein und unscheinbar. Sie steht in einer Felsnische des Mönchsbergs im Toscaninihof.

Blick über den Mann auf der goldenen Kugel zur Festung Salzburg
Blick über den Mann auf der goldenen Kugel zur Festung Salzburg

Sankt Peter

Wir biegen nach rechts ab zum Stift St. Peter. Auch das gehört immer zu unserem Salzburgrundgang, denn in St. Peter gibt es noch einige, mir liebe, „altertümliche“ Dinge. Erstens die Bäckerei des Stifts, die unglaublich gute Brote und Hefegebäcke herstellt. Zweitens die Wassermühle, die heute noch von den Petersbäckern dazu genutzt wird, die Kornmühle anzutreiben. Und drittens der Friedhof St. Peter, der innerlichen Frieden stiftet. Wir lauschen kurz dem Klappern der Mühle und steigen hinab in die Backstube mit Verkaufsraum. Als wir wieder ans Tageslicht kommen, kauen wir ein backwarmes Rosinenbrötchen. Es ist so schade, dass Geruch und Geschmack immer noch nicht über das Internet transportiert werden können. So musst Du selbst nach Salzburg fahren, um den typischen Bäckereigeruch des Petersbäckers und den weichen, flaumigen Geschmack der Rosinenbrötchen zu genießen.

Eine große von Wasser angetriebene Mühle dreht sich im Hof von St. Peter
Die Wassermühle wird heute noch zum Kornmahlen in St. Peter genutzt
Eine Steintreppe führt hinunter in den Verkaufsraum der St. Peter Bäckerei
Vor dem Mühlrad geht es links hinunter zur Bäckerei St. Peter
Der Verkaufsraum der St. Peter Bäckerei ist klein und fast in der Backstube gelegen. Die Brote und Stückchen riechen wunderbar und schmecken unglaublich lecker
Schade, dass ich Duft und Geschmack nicht fotografieren kann – Brot und Süßgebäck sind unglaublich lecker
Ein wunderschönes schmiedeeisernes Tor mit verschließt über Nacht den Friedhof St. Peter
Der Eingang zum Friedhof St. Peter vom Mühlrad und der Bäckerei aus

Wir spazieren gemütlich durch den Friedhof von St. Peter, der sich eng an den Mönchsberg schmiegt. Hoch in den Felsen sind einige Katakomben eingemeißelt, die ursprünglich als Einsiedeleien dienten, später aber auch als Grabstätten. Viele berühmte Menschen sind auf diesem Friedhof begraben. Aber auch die Marterl, die Grabinschriften, der anderen Gräber verdienen Deine Beachtung.

Die typischen Grabstellen im Friedhof St. Peter sind mit eisernen Marterln geschmückt
Die typischen Grabstellen im Friedhof St. Peter sind mit eisernen Marterln geschmückt
In die Felsen des St. Peter Friedhof sind Katakomben eingemeißelt. Hoch über St. Peter thront die Festung
Katakomben im Fels des St. Peters Friedhof in Salzburg

Nach der Stille des Friedhofs wenden wir uns am anderen Ende nach rechts, zum Peterskeller. Bereits seit 803 n. Chr. werden hier Gäste kulinarisch verwöhnt. Wir besuchen ihn üblicherweise nur in der Adventszeit, denn im Gewölbe im Hof ist eine wunderschöne holzgeschnitzte Krippe aufgebaut. Die Preise für den Glühwein sind „Salzburgnormal“ und nicht so übertrieben hoch, wie die sonstigen Preise des Peterskeller. Im letzten Sommer hat mich Bernhard am Spätnachmittag mal zu einem Achtel (Wein) dort hingeführt. Im romantischen Ambiente des Innenhof ist es wesentlich kühler als im Rest der Stadt. Für uns, die wir in der Pfalz wohnen, ist ein Achtel, also 125 ml, Wein, eher eine Weinprobe, die der Winzer kostenlos ausschenkt. Der Pfälzer würde gehässig sogar Schluckimpfung zu dieser Menge sagen. Der Ober beriet Bernhard zu den Ausschankweinen, ohne dass wir eine Karte sahen. Für die zwei österreichischen Achtel, die unseren Geschmack eher nicht trafen, bezahlte er fast 30 €! Er war fassungslos, denn das waren die Weine nicht wert – vermutlich war der Name Peterskeller eingepreist! Der Glühwein im Peterskeller hat normalen „Salzburgpreis“, schmeckt sehr lecker und die Sitzgelegenheit ist gar zu kuschelig.

Die Flagge des Stiftskulinariums, genannt Peterskeller. Den gibt es seit 803 n. Chr.
Den Peterskeller gibt es seit 803
Um eine Säule im Innenhof des Peterskellers sind als Sitzgelegenheit Schaffelle auf Bänken drapiert
Warme Sitzgelegenheiten im Innenhof des Peterskellers, direkt neben dem Glühweinstand
Die aus Holz geschnitzten menschengroßen Figuren der Weihnachtskrippe stehen hinter einem Zaun im Gewölbe des Peterskellers
Die menschengroßen Figuren sind eine Holzschnitzarbeit
Der Ein- und Ausgang des Peterskellers ist weihnachtlich dekoriert
Der Ein- und Ausgang des Pelterskelers ist weihnachtlich dekoriert

Kirchen in Salzburg

Wir spazieren durch den festlich geschmückten Torausgang des Peterskellers und gehen geradeaus zur Franziskanergasse, wo wir uns nach links wenden. Ja, auch hier steht wieder eine Kirche, die Franziskanerkirche. In Salzburg gibt es rund 50 Kirchen, das ist eine Kirchendichte wie in Rom! Die vielen Kirchen sind der Geschichte der Stadt geschuldet, die eine große Anzahl bauwütige Fürstbischöfe hatte. Du erinnerst dich an den „Skandal“ 2013 in Limburg an der Lahn, mit den Bauausgaben des Bischofs Tebarz van Elst? Seit diesem Skandal wird Limburg von Städtetouristen überrollt. In den Luxuswohnräumen des Bischofs eröffnete die Diozöse 2019 ein Museum. Ich will keine Lanze für van Elst brechen, aber er hat nichts anderes getan als viele Erz- und Fürstbischöfe in Salzburg über mehrere Jahrhunderte. Groß und protzig bauen, meist für den privaten Gebrauch. Schloss Mirabell zum Beispiel wurde 1606 für die Konkubine, bzw. heimliche Ehefrau des Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, erbaut, mit der er 15 Kinder hatte. Diese Bauwut wird in Salzburg seit den 1950er Jahren gut vermarktet.

Die heutige Beliebtheit der Stadt, der Flair, das, ich nenne es mal Gesamtkunstwerk Salzburg, ist nur der Bauwut der Salzburger Erz- und Fürstbischöfe zu verdanken. Auch wenn frühere Generationen von Gläubigen dafür sicherlich finanziell ausgeblutet wurden. Die heutige Generation hat wirtschaftliche Vorteile, da der Tourismus etliche Arbeitsplätze schafft. Leider hat die Beliebtheit der Stadt aber auch dahin geführt, dass die Immobilienpreise in einer Höhe sind, die sich normale Verdiener nicht mehr leisten können. Der größte Grundstücksanteil der Salzburger Altstadt gehört heute noch der katholischen Kirche.

Geheime Specerey

Wir biegen an der Franziskuskirche nach rechts ab, in die Siegmund-Haffner-Gasse. An der Kirchentür sind keine Thesen, aber die Konzerte in der Adventszeit angeschlagen. Falls Du ein Mensch bist, der sich treiben lässt, dann lohnt es sich, die Plakate zu lesen, denn oft genug finden am helllichten Tag kulturelle Veranstaltungen statt, die spontan besucht werden können. Wir steuern auf die „Geheime Specerey“ zu, in der wir unsere Abschlussrast machen wollen. Im vorderen Teil des Lokals sind nur wenige Tische, hier sitzt Du auf Barhockern oder stehts mit Deinen Freunden im Gespräch. Im hinteren Teil ist mittlerweile Restaurantbestuhlung. Die Weinauswahl ist unglaublich groß, dazu einige kleine Köstlichkeiten zum Schmausen, nette Gespräche, so schön kann das Leben sein. Wir haben Glück, wir erwischen eine Zeit, in der nicht viel los ist und können auf Barhockern vor einem Regal mit Köstlichkeiten Platz nehmen. Du möchtest die Toilette aufsuchen? Das kannst du hier wortwörtlich. Hinab in den Gewölbekeller, durchs Weinlager hindurch findest du sie.

Die „Geheime Specerey“ ist ein kleines kulinarisches Lokal. Der Eingang mit Markise und Stühlen davor
Ein Geheimtipp ist die „Geheime Specerey“ nicht mehr unbedingt
Genießerkleinigkeiten der Geheimen Specerey in einer Vitrine
Kleinigkeiten passend zum Gas Wein sind im Angebot
Im Regal hinter dem Tisch stehen allerlei Köstlichkeiten, zum Verkauf und Verzehr
Direkt beim Tisch kann man das Angebot in Augenschein nehmen
Durch einen Gewölbegang führt der Weg durch das Weinlager zur Toilette
Die Toilette ist hinter dem Weinlager versteckt

Mozarts Geburtshaus

Auf dem Rückweg zum Hanuschplatz passieren wir die Vorderseite von Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse. Davor sind immer Trauben von Menschen, die mit Stadtführerinnen und Stadtführern unterwegs sind. Eine Besonderheit Salzburgs ist, dass es Nahversorger in der Innenstadt gibt. In Mozarts Geburtshaus zum Beispiel ist ein „Spar“ im Erdgeschoss.

Die Ansicht von Mozarts Geburtshaus aus der Getreidegasse, gelb gestrichen mit vielen weißen Sprossenfenstern
Die Ansicht von Mozarts Geburtshaus aus der Getreidegasse

Wir wenden uns am Geburtshaus nach rechts und laufen Richtung Staatsbrücke. Der letzte Laden vor dem Durchhaus links ist das Käslöchl. Ein putziger kleiner Käseladen, der seit Urzeiten dort ist. Er hat nur eine Breite von etwa 3 m. Die Eingangstür steht offen, im Hintergrund ist die Käsetheke in einem Gewölbekeller zu erkennen. Wer Salzburg besucht, sollte sich die Zeit nehmen, alle Gassen und Gässchen zu durchschreiten. Überall kannst Du kleine, aber feine Läden entdecken, die kulinarisches, kunsthandwerkliches oder ungewöhnliches bieten.

Der Käseladen Käslöchl hat nur eine Breite von etwa 3 m. Die Eingangstür steht offen, im Hintergrund die Käsetheke in einem Gewölbekeller
Das Käslöchl ist ein kleiner traditioneller Käseladen im Durchhaus von der Getreidegasse zur Staatsbrücke

Spaziergang an der Salzach

Eine mit rot-weiß-roten geschmückte Brücke, die Staatsbrücke, führt über die Salzach und verbindet Salzburgs Altstadt mit der Neustadt
Die Staatsbrücke verbindet die Altstadt mit der Neustadt

Wir haben genug vom städtischen Treiben, queren die Straße und laufen auf der linken Seite über die Staatsbrücke. Am Ende biegen wir rechts ab und spazieren auf dem Fußweg an der Salzach entlang. Nach etwa 100 m liegt rechts oberhalb das Café Bazar, eines der traditionellen Kaffeehäuser in Salzburg. In den 1880ern gegründet, war es lange Zeit ein Künstlertreffpunkt. Wir passieren den Markartsteg, der mittlerweile als „Liebessteg“ von denen gefeiert wird, die meinen, ihre Liebe öffentlich mit einem Vorhängeschloss zu präsentieren. Wie viele schöne, neue und historische Brückenbauwerke mittlerweile durch die rostigen Dinger weltweit verschandelt sind, ist unfassbar. Mal vom Umweltgedanke abgesehen, weil wertvolle Rohstoffe so blödsinnig verbraucht werden, werden auch die unter den Brücken liegenden Flüsse mit dem Metall belastet, weil die Schlüssel feierlich dem Wasser übergeben werden. Wenn wenigstens die Paare, die sich trennen, ihr Schloss wieder abzwicken würden!

Eine Fußgängerbrücke, der Markartsteg, spannt über den Fluss Salzach. Oben auf dem Mönchsberg steht das Museum der Moderne
Der Markartsteg über die Salzach. Oben auf dem Mönchsberg thront das Museum der Moderne

Wir marschieren weiter, genießen die Sonne, die Ruhe und die schönen Gebäude rechts und links der Salzach. Vom Müllnersteg aus kann man hinten rechts die Wallfahrtskapelle oben auf dem Plainberg sehen. Die Wanderung hinauf ist lohnenswert, aber heute für uns nicht mehr.

Die Salzach im Vordergrund, der Stadtteil Elisabeth Vorstadt in der Bildmitte im Hintergrund rechts die Wallfahrtskirche Maria Plein
Vom Müllner Steg aus blickt man über die Elisabeth Vorstadt zur Wallfahrtskirche Maria Plein

Wir gehen über die Brücke zur Mönchsbergseite, spazieren Flussabwärts mit Blick auf die Altstadt und Festung zurück zum Hanuschplatz.

Der Fluss Salzach in silberner Farbe zerschneidet die Häuserzeilen. Links die behäbig großen Bürgerhäuser, rechts die Kirchen der Altstadt über denen die Festung thront
Das Silberband der Salzach – rechts oben die Festung unten die Altstadtkirchen

Hellbrunner Adventszauber

Auf einem hölzernen Gartentisch vor einer hölzernen Gartenbank liegt ein verschneiter Adventskranz. Die Worte Hellbrunner Adventszauber sind auf Hölzernen Tafeln gemalt
Hellbrunner Adventszauber sogar mit Schnee auf dem Adventskranz

Um uns für den Adventszauber in Schloss Hellbrunn zu stärken, frühstücken wir im Café 220° in der Chiemseegasse. In diesem Rösthaus und Café kommen Kaffeekenner auf ihre Kosten. Die umfängliche Kaffeekarte ist beinahe ein Lehrbuch über Kaffeeanbau. Leckere Tees, Frühstück traditionell, international, vegetarisch und vegan wird dort ansprechend serviert.

Ein flaches Gebäude, dessen Tür von grün gestrichenen Holzlden flankiert wird, beherbergt das Das Rösthaus und Café 220° in der Chiemseegasse
Das Rösthaus und Café 220° in der Chiemseegasse lohnt unbedingt einen Besuch

Auf unserem Weg zur Bushaltestelle passieren wir in der Getreidegasse 3 die Konditorei und Confiserie Schatz. Das Schaufenster ist mit einer aus Zuckerwerk gestalteten Stille-Nacht-Kapelle geschmückt. Oberndorf liegt Salzachaufwärts nur etwa 20 km von Salzburg entfernt. Hier textete 1816 Joseph Mohr, Hilfspriester der Schiffergemeinde, die Worte des Liedes. Erst zwei Jahre später, am Nachmittag des 24. Dezember 1818 übergab er den Text seinem mittlerweile zum Freund gewordenen Aushilfsorganist Franz Xaver Gruber, von Hauptberuf Lehrer. Dieser vertonte den Text sogleich. Am Abend nach der Christmette trugen die beiden Männer die Komposition der Gemeinde vor, zweistimmig und von der Gitarre begleitet. Das Lied ist das weltweit bekannteste an Weihnachten gesungene Lied. Zur Erinnerung an die beiden Männer wurde die „Stille-Nacht-Kapelle“ in Oberndorf errichtet.

Die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf aus Zuckerwerk schmückt die Auslage der Confiserie Schatz
Die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf aus Zuckerwerk schmückt die Auslage der Confiserie Schatz

Mit dem Bus fahren wir hinaus in den Süden der Stadt. Auch Schloss Hellbrunn wurde im Auftrag eines Fürsterzbischofs, Markus Sittikus von Hohenems, in den Jahren 1613–1615 erbaut. Es ist ein Schloss in italienischer Art und diente nur der Erholung und dem Vergnügen des Fürsterzbischofs, seiner Gäste und Konkubinen. Seine Wasserspiele sind die weltweit am besten erhaltenen der Spätrenaissance. Zahlreiche Wasserscherze, verschiedene beweglichen Figuren und Grotten beeindrucken die Besucher. Aber nur im Sommer, denn im Winter ist es für Wasserspiele zu kalt. Für uns präsentiert sich Hellbrunn heute leicht verschneit, bei der Busfahrt sehen die Stadt und die wunderschöne Landschaft drumherum verzaubert aus. Wir spazieren zuerst in den Schlosspark, denn der Budenzauber lockt uns noch nicht so sehr. Am Weiher im Park ist der Friedensengel im Wasser aufgebaut. Der Engel als Lichtskulptur im Nebelkleid ist zu Weihnachten ein Symbol für Liebe, Frieden, Brauchtum und Kultur. Auf mich wirkt der Engel am Vormittag bereits sehr imposant. Die aus verzinktem und lackierten Stahl gebaute Skulptur ist mit 55 Wasserdampfdüsen ausgestattet, die den Engel als Nebel umhüllen. Viele Künstler haben daran mitgearbeitet, die Projektleitung hatte Markus Anders. Im Lichterschein am Abend wird der Engel sicherlich zauberhaft erscheinen.

Im Hellbrunner Schlosspark ist im Teich der Hellbrunner Weihnachtsengel. Zwei Einhornskulpturen stehen rechts und links im Bild
Im Schlosspark steht der Hellbrunner Weihnachtsengel

Während des Adventszaubers, von Montag bis Donnerstag, ist der Besuch des Salzburger Tiergartens kostenlos. Auch in diesem Tiergarten werden einige aussterbende Tierarten erhalten und gezüchtet. Einheimische Tierarten, wie Gämsen und Steinböcke finden am Berghang ideales Gelände.

Am Eingang zum Schloss empfängt uns ein aus Weitenruten gebautes Rentierkarrengespann, in dem der Weihnachtsmann bereits für Heiligabend übt.

Aus Zweigen sind Rentiere gestaltet, die vor den Karren des Weihnachtsmanns gespannt sind
Der Weihnachtsmann im Schlosspark Hellbrunn übt mit einem Karren und Zweige-Rentieren

Die Wege zum Schloss, dass Gelände und das Schloss selbst sind weihnachtlich geschmückt. Die Buden des Adventszaubers bieten wieder wunderschöne Kleinigkeiten, Tand, heimische Spezialitäten und viel kunsthandwerkliche Dinge. Das Begleitprogramm ist eher auf das Wochenende fokussiert.

Viele mit roten Kugeln geschmückte Weihnachtsbäume stehen vor dem Schloss Hellbrunn
Weihnachtsbaumwald vor dem Schloss Hellbrunn
Eine Budenstraße des Adventszaubers führt zum Schloss Hellbrunn
In den Buden beim Adventszauber wird Kunsthandwerk, Tand und Kulinarisches geboten
Ein Verkaufsstand bietet auf einer Holztafel Spiralkartoffeln an. Die Kartoffel wird spiralig aufgeschnitten, gewürzt, dann geröstet und zum Verzehr verkauft
Spiralkartoffeln sind einfach mal was anderes als Pommes – hmmmm

Eine Tradition des Salzburger Landes sind die Krampusse oder Perchten. Diese Tradition stammt noch aus vorchristlicher Zeit. Während der Inquisition wurde der Bauch unter Todesstrafe verboten, da Hexen und Teufel verfolgt wurden. In den unzugänglichen Bergtälern überlebte der Brauch. Mitte des 17. Jahrhunderts begannen am Abend des 5. Dezember Einkehrbräuche, die von Schreckgestalten begleitet wurden. Brave Kinder wurden vom Nikolaus belohnt, unartige vom Krampus bestraft. Heute noch gibt es in vielen Orten Krampusumzüge, bei denen die Gestalten Lärm mit den umgehängten Glocken machen. Auf dem Schlossgelände sind diese Schreckgestalten in einer Freiluftausstellung zu sehen. Die Krampusgemeinschaft des naheliegenden Ortes Anif, sorgen für den Gruselfaktor und leihen ihre Kostüme für die Ausstellung her. Am 21. Dezember findet der Rauchnachtslauf zur Wintersonnenwende statt, das ist ein Brauchtumsspektakel mit Perchtengruppen der Umgebung.

Traditionelle Krampusse aus Anif sind in einer Ausstellung vor dem Schloss zu sehen
Traditionelle Krampusse aus Anif sind in einer Ausstellung vor dem Schloss zu sehen
Der Krampusbrauch wird für die Touristen auf einer Tafel erklärt
Der Krampusbrauch wird für die Touristen erklärt

An die Krampusausstellung schließt sich das Wichteldorf an. Im Wichteldorf können Kinder in die Häuschen klettern und an manchen Tagen werden dort Märchen erzählt oder gebastelt. In kleinen Gehegen nebenbei sind einige Tiere ausgestellt, die die meisten Kinder wohl nur aus dem Bilderbuch kennen. Die Gehege gewähren den Tieren größtmöglichen Abstand und sind nicht als Streichelzoo gedacht. Ein Bähnchen für die ganz Kleinen lädt ein zur winterlichen Rundfahrt. Die Anifer Pfadfinder haben einen Unterstand errichtet, der die Lagerfeuer vor Schnee und Regen schützt. Am Lagerfeuer können Würstchen oder Marshmallows gegrillt werden, die Sitzgelegenheiten sind mit Schaffellen bedeckt. Kinderpunsch und Erwachsenen-Glühgetränke werden ebenfalls ausgeschenkt. Welches Kind möchte nicht in dem Thronsessel Platz nehmen?

Ein kleiner Thronsessel steht beben einer Baumwurzel, die den Eingang zum Wichteldorf bildet
Das Wichteldorf ist der Anziehungspunkt für Kinder beim Adventszauber im Schloss Hellbrunn

Schrannenmarkt

Unser Frühstück fällt donnerstags in Salzburg immer sehr klein aus. Das ist dem Schrannenmarkt in der Neustadt geschuldet. Rund um die Kirche St. Andräe, die gegenüber des Schloss Mirabell liegt, findet dieser Markt statt. Typisch österreichische Spezialitäten, Speisen oder Zutaten zu Speisen, die wir Deutschen so nicht kennen, werden dort angeboten. Ich schätze die österreichische Küche seit vielen Jahren, aber so richtig kennen gelernt habe ich sie erst mit Bernhard und auf dem Schrannenmarkt. Landwirte aus der Region bieten ihre Waren feil. Ebenso Manufakturen, die die Lebensmittel weiterverarbeiten oder Hausfraueninitiativen, wie jetzt zur Adventszeit die Keksbäckerinnen. Und überall kann man probieren, soo lecker!

Donnerstags ist der Schrannenmarkt vor um die Kirche St. Andräe, ein Würstlstand darf nicht fehlen
Donnerstags ist der Schrannenmarkt vor um die Kirche St. Andräe, ein Würstlstand darf nicht fehlen
Ein Kleiner Marktstand aus Holz verkauft Käse
Die Hofkäserei St. Wolfgang hat den kleinsten Stand am Schrannenmarkt
In einer Wanne liegen ausgebackene Kaspressknödel und Leberknödel. Das sind typische Suppeenbeilagen in Österreich
Typische österreichische Suppenbeilagen sind Kaspressknödel und Leberknödel
Auf einem Markttisch werden Marmeladen, Eier, Gebäck und Gestecke angeboten
Typisch am Schrannenmarkt ist die Vielfalt der einzelnen Verkaufsstände
Obst und Gemüse sind farblich kunstvoll arrangiert und herrlich frisch
Obst und Gemüse sind farblich kunstvoll arrangiert und herrlich frisch
Der Grünkohl auf dem Markt ist schneebedeckt
Grünkohl oder Weißkohl isthier die Frage
Ein Marktstand bietet hausgemachte Kekse aus dem Hausruckviertel
Hausgemachte Kekse aus dem Hausruckviertel

Das schönste am Schrannenmarkt ist aber das Fachsimpeln mit den Händlern und der österreichische Schmäh, der Witz, die Freude am Debattieren, am Wortgefecht. Diese Art der Unterhaltung zwischen Kunde und Verkäufer ist mir in Deutschland nicht bekannt und ich finde sie herzerfrischend.

Satt, glücklich und erschöpft, die Rucksäcke voll mit Spezialitäten, spazieren wir über die Straße zum Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz und schauen uns dort noch die Buden an.

Ein Transparent weist auf den Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz hin
Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz

Durch den herrlichen Schlosspark wandern wir hinaus zum Landestheater und wenden uns am Hotel Sacher vorbei wieder zur Salzach. Da es sehr kalt ist, können die Nahrungsmittel in unserem Gepäck nicht verderben und wir laufen die Salzach flussaufwärts, Richtung Mozartsteg. Dort wechseln wir die Flussseite und steigen diesmal am Justizgebäude in den Bus und machen uns mit unseren Schätzen auf den Heimweg in die Pfalz.

Die Brücke Mozartsteg in Salzburg. Im Hintergrund auf dem Kapuzinerberg steht das Kapuzinerkloster
Der Mozartsteg mit Kapuzinerkloster im Hintergrund auf dem Kapuzinerberg

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