Von Onda über El Maestrat nach Morella

Von Onda über El Maestrat nach Morella

Dieser Blogbeitrag kann unbezahlte Werbung enthalten. Auf meinen Bildern und Videos trage ich Kleidung und Ausrüstung, deren Brands sichtbar sein können. Ich beschreibe Destinationen namentlich, sonst kann ich nicht über sie berichten. Wer mir Werbung bezahlt, entnimm bitte unter Zusammenarbeit.

Wir reisen durch die Region Alt Maestrat, nordöstlich von Valencia. Mittelalterliche Städte, in denen die Zeit stehengeblieben scheint, liegen auf unserem Weg. In Culla ist uns das Glück besonders hold. Genau an unserem Besuchssonntag findet das Festival des Schwarzen Trüffel statt, der reichlich in dieser Region Spaniens wächst.

Fahrt von Onda nach Culla

Am Sonntag fahren wir von Onda auf der CV 191 Richtung Ribesalbes. Es geht durch blühende Mandelhaine in der Ebene dahin.

Blühende Mandelbäume stehen vor niedrigen bewaldeten Bergen
Rosa Wolken bedecken die Landschaft – blühende Mandelbäume
Ein Stausee zieht sich hinter Bäumen in den Hintergrund
Bei Ribesalbes passieren wir einen Stausee

Wir passieren den Stausee und folgen der Straße CV 188 nach Alcora. In der Gegend werden viele Fliesen gefertigt, es gibt etliche Fabriken und somit Arbeitsplätze für die Bevölkerung. In Alcora halten wir uns Richtung Cortes und Llucena und nach circa 4 km auf der CV 165 Richtung Azeneta des Maestrat und folgen dem kurvigen Verlauf des Bergsträßchens.

Eine felsige mit niederem Gesträuch bewachsene Schlucht
Diese Schlucht passieren wir hinter Costur

Einige Motorradfahrer sind unterwegs, weniger Fahrradfahrer als gestern. Wir fahren auf der CV 165/CV 171 durch Atzeneta und folgen wieder der CV 165 Richtung La Torre de en Bescora durch Mandel- und Olivenhaine.

Ein Turm auf einem Berg ist von Häusern auf der Kuppe umgeben. Unterhalb der Stadt sind terrassierte Felder angelegt
Die Stadt Atzeneta del Maestrat passieren wir nur
Blühender Ginster und blühende Mandelbäume vor einem bewaldeten Hügel
Die Mandelbäume blühen mit dem Ginster um die Wette
Über bewaldete Hügel ist rechts eine Stadt und links hinten ein hoher Berg zu sehen
Unser Blick schweift nach Benafigos und einem Gebirgszug dahinter

Wir biegen auf die CV 166 Richtung Culla ab, mit dem Schild „Parc miner el Maestrat“.

Culla

Aus Naturstein gemauert erhebt sich die Stadt Culla rund um einen kleinen Felsberg. Der Kirchturm ragt darüber hinaus
Ansicht der Stadt Culla von unserem Parkplatz

Unseren Stadtrundgang von unseren Parkplatz habe ich für Dich in Komoot aufgezeichnet.

In Culla ist viel los, es sind an diesem dritten Wochenende im Februar 2020 die Tage des schwarzen Trüffel. Die Region Alt Maestrat ist für ihren schwarzen Trüffel bei den Kennern berühmt. Eigentlich wollten wir nur die historische Altstadt mit der Festungsanlage besichtigen. So aber kommen wir in den Genuss, Trüffelhunden beim Suchwettbewerb zuzuschauen und einige regionale Köstlichkeiten zu probieren.

Galerie

Eingeschweißte Würste und Schinken, Brotaufstriche und Schokoladen werden an einem Marktstand der „Schwarzen Trüffel Messe“ verkauft
Regionale Spezialitäten werden beim Markt des Schwarzen Trüffels angeboten
Schwarzer Trüffel liegt aufgehäuft auf einer Glasplatte. Zwei Schwarze Trüffel sind unter Glashauben
Schwarzer Trüffel ist eine Spezialität der Region Alt Maestrat. Die Trüffel unter den Glashauben kosten 37 € (links) und 25 € (rechts)
Schwarze Trüffelknollen werden auf silberfarbenen Deckeln zum Verkauf präsentiert
Schwarzer Trüffel – die Messe am 3. Februarwochenende zeigt und verkauft schöne Exemplare
Parzellen sind mit Plastikzäunen abgeteilt. In den Parzellen sind schwarze Trüffel vergraben, die von Trüffelhunden und ihren Besitzern gefunden werden müssen
In den Parzellen müssen Trüffelhunde die versteckten Trüffel suchen. Leider sind die zwei Suchhunde beinahe von den vielen Menschen verdeckt

Die gesamte Gegend des „El Maestrat“ gehörte geschichtlich zu den Tempelrittern, die Festungen auf den Berggipfeln im Rund zeugen davon.

Wir durchstreifen die Stadt bei einem Spaziergang. Überall im Ort gibt es Hinweistafeln zur Geschichte und Stadtpläne, die auf die Besonderheiten der Stadt hinweisen.

Der Stadtplan von Culla mit interessanten Sehenswürdigkeiten auf einer öffentlich zugänglichen Schautafel
Mit den Erläuterungen des Stadtplans lässt sich Culla gut entdecken
In Culla stehen an geschichtlich interessanten Stellen Informationstafeln
Erklärungstafeln an interessanten Stellen informieren Besucher über die Geschichte der Stadt Culla

Wir durchstreifen die Stadt und mit ihren kleinen Gässchen und verwunschenen Winkeln.

Eine gepflasterte Altstadtgasse in Culla mit hohen aus Naturstein gemauerten Häusern
Eine der typischen gepflasterten Altstadtgassen in Culla
Eine steile Natursteintrappe als Durchgang durch die Stadthäuser führt zur oberhalb gelegenen Gasse
Durchgangstreppen ermöglichen den kurzen Zugang zur oberen Gasse
Der Altar in der Kirche von Culla hat ein helles Altarbild mit einer Heiligenfigur in der Mitte
Der Altar in der Kirche in Culla
Die Kuppel der Kirche ist mit Heiligenfiguren bemalt
Die Kirchenkuppel in Culla ist mit Heiligenfiguren bemalt
Eine Dachtraufe ist reich verziert nach außen gemauert. Unterhalb des Daches ein mit geschmiedeten Eisengittern verzierter Balkon
Ein Blick nach oben lohnt in spanischen Städten fast immer. Die Dachtraufen sind so oft sehr kunstvoll gestaltet
Ein Torbogen und eine aus Naturstein gemauerte Gewölbedecke
Der gotischer Torbogen ist eines der ältesten erhaltenen Gebäudeteile Cullas
Mit kleinen Steinen ist ein Muster in die Plaza gepflastert
Die Pflasterer in früherer Zeit haben sich für die Plaza ein schönes Muster ausgedacht
Eine Regenrinne an einem aus Naturstein gemauerten Haus endet in einem Gartenschlauch mit drei Ausgängen
Die Regenrinne erinnert an ihrem Ende an einen dreiköpfigen Drachen

Wir steigen hinauf zu den Resten der Festung. Die Dächer der Stadt breiten sich unter uns aus. Der Blick schweift weit über das Land. Weit im Norden liegt Ares del Maestrat, das Städtchen wollen wir später am Tag erkunden.

Unterhalb des Burgbergs von Culla liegt die verschachtelte Altstadt mit roten Ziegeldächern
Vom Burgberg ist die verschachtelte Anlage der Stadt gut zu erkennen
Von einem Berg geht der Blick über terrassierte Kulturlandschaft über die Ebene. Im Hintergrund weitere hohe Berge
Vom Burgberg in Culla können wir den Burgberg von Ares de Maestrat bereits sehen
Auf einem Platz vor einem Gebäude stehen geparkte Autos und das Wohnmobil der Bloggerin. Im Hintergrund karge Berge
Trotz Trüffelmesse haben wir unterhalb der Stadt Culla einen Parkplatz für unser Wohnmobil gefunden

Fahrt von Culla nach Ares del Maestrat

Von Culla folgen wir der Straße CV 166 weiter und halten im mittlerweile recht unbewohnten Ort „La Font d´en Segures“. viele Hotels, Appartementhäuser und selbst die Therme sind geschlossen. Wir finden die Ursache nicht heraus. Nur einen Kilometer später passieren wir Benassal und folgen der Straße tief hinab in die Ebene. Dort folgen wir links der CV 15, nun wieder steil hinauf, durch dicht blühenden Ginster nach Ares del Maestrat.

Ein Berghang ist mit brühendem Ginster bewachsen. In der Bildmitte zieht sich eine Straße durch, darüber verliert sich der Ginster in Felsen
Die Straße wird von blühendem Ginster gesäumt

Ares del Maestrat

Die Stadt Ares liegt unterhalb des Festungsberges
Der Festungsberg ragt über die an den Berg geschmiegte Stadt Ares hinaus
Sicht gedrängt stehen die meist weiß getünchten Häuser auf dem Bergrücken, der sich nach links vom Festungsberg zieht
Sogar an die Felsen sind einige Häuser angebaut

Auch hier spazieren wir durch die Stadt mit Aufzeichnung in Komoot und hinauf zur Festungsanlage. Hier sind nur mehr zwei Mauerreste der alten Festung übrig.

Ein roter Hinweispfeil zeigt in eine schmale Altstadtgasse zur Burg
Hier geht’s zur Burg in Ares el Maestrat
Eine eisenbeschlagene Tür mit genieteten Mustern ziert die Kirche von Ares
Die Kirchentür von Ares de Maestrat
Vor einem Hauseingang ist etwa einen Meter hoch ein Brett gegen die Haustür gelegt
In den meisten Altstädten sind die Haustüren so oder ähnlich abgesichert. Wir wissen nicht warum?
Denkmal für König Jaume I in Ares
Die Stadt verdankt König Jaume I viel – ein wunderschönes modernes Denkmal
Unter den Resten der Burganlage liegt der Eingang zum Museum von Ares
Das Museum liegt unter den Resten der Burganlage und hat leider geschlossen
Eine Treppe aus Eisen überwindet die erste Felsenstufe zur Burg
Die Eisentreppe wirkt sehr martialisch und führt über die erste Stufe des Festungsberges
Auf einem steinigen Plateau steht ein alter Mauerrest, der von einer Stützmauer gehalten wird. Reste der ehemaligen Burganlage
Viel ist von der Festung in Ares de Maestrat nicht übrig
Terrassierte Hänge führen in ein Tal. Im Hintergrund Bergketten. Auf einem Berg liegt die Stadt Culla
Blick zurück nach Culla. Die kurvige Straße ist rechts im Bild zu erkennen

Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, die Berghänge sind überall terrassiert. Aber jetzt im Februar ist es sehr trocken, die Bäche und kleinen Flüsse führen kein Wasser. Auf einer Tafel werden die Bewässerungsanlagen der früheren Zeit dargestellt, die heutzutage außer Betrieb sind. Die wunderschöne Landschaft liegt auf immerhin über 1.100 Höhenmetern.

Wir entschließen uns, weiter nach Morella zu fahren. Kurz folgen wir der CV 15 Richtung Villafranca und dann der CV 12 nach Morella. Viehzucht prägt die Hochebene, vereinzelt sehen wir Kühe mit Glöckchen und einmal sogar Schafe. Aber auch hier herrscht eine enorme Trockenheit, obwohl wir an manchen Stellen Schneereste sehen. Sicherlich sollte jetzt im Februar noch viel Schnee liegen, der später die Bäche füllt. Wir treffen auf die N 232, der wir nach links Richtung Morella folgen, mit spektakulären Ausblicken auf die mittelalterliche Stadt. Die Stadtmauer ist noch komplett erhalten, oben auf dem Berg thront wieder eine Festung.

Morella

Die Stadt Morella zieht sich um einen Festungsberg. Die Stadtmauer ist noch komplett erhalten
Die mittelalterlich anmutende Stadt Morella. Die Stadtmauer ist völlig intakt und neue Häuser befinden sich darin
Die Stadt Morella zieht sich um einen Festungsberg. Die Stadtmauer ist noch komplett erhalten
Die Windräder im Hintergrund verweisen auf die Neuzeit der mittelalterlichen Stadt Morella
Die Sonne ist hinter Morella untergegangen und umhüllt die Stadt mit einem orangen Lichtkranz
Abendstimmung mit der Stadt und dem Aquädukt

Direkt gegenüber der Altstadt, rechts der N 232 ist der Wohnmobilstellplatz ausgeschildert. Wir finden einen Platz an einem blühenden Mandelbäumchen. Gegenüber die Altstadt, rechts davon das Aquädukt von 1318, das für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen zuständig war.

Das Wohnmobil der Bloggerin steht an der Begrenzungsmauer des Wohnmobilstellplatzes. Ein blühendes Bäumchen verdeckt ein wenig die Aussicht auf die Festungsstadt
Wir genießen die Aussicht auf die Altstadt mit einem spanischen Bier

Wohnmobilstellplatz Morella

Stellplatzbeschreibung zusammengefasst

Kostenloser, sehr schön angelegter fast ebener Platz mit Kies und Grasbelag. Ent- und Versorgung vorhanden, ohne Kosten.

GPS:
N 40.62325° W 0.09248° oder
40°37’23.7“N 0°05’32.9“W

Vom Stadttor aus ist der Wohnmobilstellplatz auf einem gegenüberliegenden Hügel
Vom Stadttor aus präsentiert sich der Wohnmobilstellplatz auf einem gegenüberliegenden Hügel
Der Wohnmobilstellpatz in Morella ist eben mit Bäumen angelegt und gekiest. er liegt gegenüber der Stadt
Der kostenlose Wohnmobilstellplatz in Morella ist wunderschön angelegt
Das Wohnmobil der Bloggerin steht am Entsorgungsplatz in Morella
Die Stellfläche des Entsorgungsplatzes ist leider etwas zu schmal gestaltet, wenn wir vorschriftsmäßig stehen, fließt unser Grauwasser leider nicht ab

Morgen werden wir uns das Städtchen anschauen – heute ist erst mal relaxen angesagt!

Du bist mit dem Wohnmobil unterwegs. Dann ist der WoMo-Reiseführer Ost-Spanien genau der richtige Begleiter für Dich. In meinen Empfehlungen erfährst Du mehr oder Du bestellst ihn hier.

Du möchtest über das Erscheinen neuer Beiträge, Tipps und Infos informiert werden? Abonniere meinen Newsletter, der Anfang jeden Monats erscheint.