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Die Hochrhön, das ist sicherlich die Wasserkuppe mit ihren 950 m Höhe. Der Heidelstein und das Rote Moor gehören für mich auch dazu. Wandernd die Landschaft genießen, die Natur beobachten, Blumen, Insekten, einen fantastischen Tag erleben. Und wenn dann auch noch das Wetter passt, steht einem Sonnenuntergang am Wachtküppel nichts im Weg?

Wanderung zum Heidelstein und am Roten Moor

Die Hochrhön bietet viele spannende Ziele. Der Heidelstein und das Rote Moor gehören seit meiner frühen Kindheit dazu. Bei unseren anfänglichen Familienurlauben war der Torfabbau am Roten Moor sogar noch aktiv. Erst 1986 wurde der Abbau ganz eingestellt und ein Renaturierungsprojekt begonnen.

Aufzeichnung der Wanderung auf Komoot

Die Wanderung habe ich auf Komoot aufgezeichnet, so kannst Du sie einfach nachwandern.

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Früher Vogel macht das Foto

Manchmal ist es nervig, wenn ich morgens sehr früh auf die Toilette muss. Heute war das ein Highlight. Wir können unser Wohnmobil ziemlich gut verdunkeln, aber es gibt kleine Ritze, durch die Licht dringen kann. Und heute war es der gleisende Sonnenaufgang, der mich statt zur Toilette, mit dem Smartphone nach draußen lockte. Barfuss im nassen Gras, ohne Brille habe ich den Augenblick genossen und dabei noch an das Foto gedacht.

Sonnenaufgang am Wohnmobilstellplatz Kreuzberg
Um halb sechs habe ich den Sonnenaufgang fotografiert und danach nochmal gut geschlafen

Als wir richtig aufstehen, sendet die Sonne schon fleißig Wärme, so können wir draußen frühstücken und uns den Plan für den heutigen Tag überlegen. Von unserer Kreuzbergwanderung haben wir auf den Heidelstein und die Wasserkuppe geschaut. So werden sie heute unsere Ziele sein. Wandernd und mit dem Auto.

Wanderung zum Heidelstein

Um Heidelstein und Rotes Moor zu erwandern, bietet sich der Parkplatz Moordorf an. Wir entsorgen am Wohnmobilstellplatz in Haselbach Grauwasser und Toilette und fahren mit den Touristikschildern „Rotes Moor“ bis zum Wanderparkplatz.

Der Parkplatz Moordorf zwischen Rotem Moor und Heidelstein ist großzügig angelegt
Für unsere Wanderung zum Heidelstein und zum Roten Moor parken wir auf dem Parkplatz Moordorf

Die Parkgebühr beträgt 2 € für ein Tagesticket. Am Parkplatz ist das Nabu-Haus mit einem Informationszentrum und ein Bistro. Das Gebäude ist sehr nachhaltig errichtet, eine Inspirationsquelle für jeden Häuslebauer!

Am Parkplatz Moordorf ist das Nabu-Haus Rotes Moor mit einer Gaststätte und einem Infozentrum eingerichtet
Das Nabu-Haus informiert über das Rote Moor

Wir studieren die aufgehängten Wanderkarten, die aber alle keine Aussage zu den Rundwanderwegen vom Parkplatz aus haben. Eine Wanderkarte beschreibt eine 18 km-Tour, die nächste die Loipen und die nächste einen Rhönradweg. So wandern wir mit unserer Naturparkkarte Rhön. Die ist zwar schon älter, aber der Heidelstein und das Rote Moor sind noch an der selben Stelle! Zum Heidelstein ist sowieso easy, denn es geht vom Parkplatz nur geradeaus den Berg hinauf. Anfänglich ist links im Wald eine Fichtenschonung, die sehr „rostig“ aussieht. Dort hat wohl die Trockenheit und der Borkenkäfer bereits zugeschlagen. Der hohe Fichtenbestand, durch den wir danach laufen, zeigt keine ungesunden Anzeichen – soweit ich das erkennen kann. Schon gleich bei der nächsten Kreuzung ist ein wunderschöner Rastplatz.

Rastbänke und Tische werden von geschnitzten Eulen gesäumt
Ein schöner Rastplatz auf dem Weg zum Heidelstein

Wir wandern durch gemischten Buchen- Fichtenwald weiter und kommen auf den freien Beginn der Kuppe des Heidelsteins. Einige Rhöngipfel haben obenauf nur Wiesengelände, mit wunderschönen Wiesenblumen. Man sollte hier nicht vom Weg abkommen, denn die Pflanzen sollen sich endlich wieder ungestört vom Menschen entfalten. Wir bleiben oft stehen, um uns an den Blumen und ihren Nektarbesuchern zu erfreuen.

Ein weißer Schmetterling mit wunderschöner schwarzer Zeichnung saugt Nektar an einer Blume
Der wunderschön gezeichnete Schmetterling und der Käfer vertragen sich

Mäßig steil geht es bergauf. Anfänglich ist der Weg schottrig, später ein Feldweg. Die Wanderung ist mit Kinderwagen möglich, mit etwas Armkraft. Da wir aber keine Enkelkinder dabei haben, spazieren wir, bereits mit Aussicht ins Umland und auf den Gipfel weiter.

Ein großer Sendemast steht auf dem Heidelstein
Dieser Sendemast steht auf dem Gipfel des Heidelsteins

Eine Bank steht beim Wegweiser vorm Gipfel. Setzen, schauen, genießen. Was braucht der Mensch mehr? Und damit Du nachvollziehen kannst, wie schön die Aussicht ist, hier einige Inspirationen.

Vom Heidelstein geht der Blick hinüber zum Kreuzberg
Vom Heidelstein geht der Blick hinüber zum Kreuzberg
Die Wasserkuppe erhebt sich in der Ferne
Über die Blütenwiese der Hochebene geht der Blick zur Wasserkuppe
Die Kuppel der Wasserkuppe
Die Kuppel auf der Wasserkuppe, rechts der Segelflugplatz

Einige Radfahrer schnaufen den Berg hoch, obwohl sie elektrisch unterstützt werden. Da wir zu Beginn unserer Wanderung über den Begriff „Rhönradweg“ gestolpert sind, erklärt Bernhard dem verdutzten Radfahrer, dass er auf dem Radweg gar nicht fahren darf. Dieser verteidigt sich sofort, dass sei ein offizieller Radweg, er würde sich immer an die Regeln halten und hätte mit Wanderern keine Konflikte. Bernhard grinst und sagt, der Radweg sei aber nur für das Fahren mit Rhönrädern erlaubt. Nach kurzem Stutzen geht auch ein Lächeln über das Gesicht des Radfahrers. Das wären doch die großen runden Dinger, in denen man so ähnlich wie radschlagend drinstehen würde? Ja genau, antwortet Bernhard, der Radweg wäre wohl für diese angelegt. Und dann ergehen wir uns darüber, welche Muskelkraft ein Mensch haben müsste, um mit einem Rhönrad auf den Heidelstein zu kommen. Und wie das bergab erst gehen müsste…

Wir spazieren auf dem gleichen Weg zurück, nun mit freiem Blick nach Osten, ein fantastischer Ausblick. Mittlerweile sind mehr Insekten unterwegs, es geht auch auf die Mittagszeit zu, da muss noch schnell Nektar gesammelt werden.

Ein Käfer links und ein bräunlicher Schmetterling rechts sitzen auf einer Blume
Käfer und Schmetterling auf einer Blume zeigen, dass die Natur noch in Ordnung ist
Ein Weiß-schwarzer Schmetterling an einer Blume
Sogar kopfüber wird der Nektar aus den Blüten gesaugt

Die Heidelbeersträucher am Heidelstein haben keine einzige Beere dranhängen. Vermutlich haben die Sträucher während der Eisheiligen geblüht, wo keine Insekten unterwegs waren? Wir haben am 22. Juni in der Pfalz bereits 1,8 kg Heidelbeeren gesammelt – für die Rhönwanderer wird das in diesem Jahr schwierig werden. Statt Heidelbeeren finde ich Naturkunst, die mich auf andere Weise erfreut.

Ein Stein ist wie ein Herz geformt und liegt auf einem bemoosten Baumstumpf
Ein Herz aus Stein – so fein…

Ein Fleck der Wiese leuchtet mich an. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Farben und Formen die Natur hervorbringt.

Blüten in Pink stechen aus dem Gras hervor
Die pinken Blüten stechen aus dem Gras hervor

Das Rote Moor

Wir wandern über den Parkplatz, über die Straße geradeaus zum Roten Moor. Bald ist rechts eine kurze Erklärung zum Moor. Dort führt ein schmaler Pfad an einem niedrigen Palisadenzaun entlang. Die Aussicht auf den Moorsee, der rötlichbraun still daliegt ist wunderschön.

Auf einem von Bäumen umstandenen Moorsee schwimmen einige Enten
Nur wenige Enten bevölkern den Moorsee

Mich wundert, dass es nicht mehr Wasservögel gibt. Ob es an der chemischen Zusammensetzung des Moorwassers liegt? Viele Libellen in den verschiedensten Farben sind unterwegs. Allerdings in Höchstgeschwindigkeit und fast nicht mit dem Foto einzufangen.

Rechts unten über dem Moorsee fliegt eine Libelle, links in der Pflanze ist ein Spinnennetz
Schwierig, eine Libelle mit dem Foto im Flug zu erwischen – recht unten ist eine zu erkennen – und viele andere Insekten, die herumschwirren

Aber mit Geduld erreicht man vieles und so auch eine gemütlich dahinfliegende Libelle.

Der Wald spiegelt sich im Moorsee, eine Libelle schwirrt vorbei
Diese Libelle hatte es beim Überqueren des Moorsees nicht so eilig

Der schmale Weg geht bald wieder in die Schotterstraße über und nach kurzer Strecke geht es nach rechts ab.

Ein Wegweiser und eine Weg zur Roten Moor Infohütte, die im Hintergrund steht
Der Wegweiser schickt uns zur Roten Moor Infohütte und zum Bohlenweg

Die Informationen beschäftigen sich mit den Unterschieden von Hoch- und Niedermooren und der Bedeutung für Pflanzen und Tiere, die den Lebensraum Moor benötigen. Das Rote Moor ist ein Hochmoor, denn es liegt über 800 m hoch. Die ganze Strecke durch das Moor ist barrierefrei angelegt, Radfahrer sollten ihr Fahrrad schieben. 

Ein Bohlenweg führt durch das Rote Moor
Auf dem Bohlenweg geht der barrierefreie Wanderweg durch das Rote Moor

Eine Besonderheit bei den Pflanzen ist, dass unsere üblichen Birken kaum vorkommen. Die Karpatenbirke ist im Roten Moor vorherrschend. So genießen wir nicht nur den Spaziergang im Roten Moor, sondern auch noch einen Ausflug in die Karpaten. Die stehen eigentlich erst auf der Weiterfahrt auf dem Donauradweg auf unserem Programm…

Die Karpatenbirken sind im Stamm dunkler als die uns sonst bekannten Birken
Unsere Birken sind am Stamm eher Weiß, die Karpatenbirken dagegen dunkel
Eine Erklärungstafel über die Karpatenbirken, die im Roten Moor heimisch sind
Auf der Tafel wird erklärt, warum die Karpatenbirken im Roten Moor heimisch sind

Die Rauschbeeren und die Heidelbeeren, die den leider trockenen Moorgrund bedecken, haben weder Blüten noch Früchte. Ich kann mich erinnern, dass bei unseren Wanderungen in meiner Kindheit immer Wasser unter dem Bohlenweg stand. Rötlich schimmerndes Wasser, was einen torfig-moorigen Geruch hatte. Das machte die Wanderung am Roten Moor auch aus. Nach den letzten trockenen und heißen Sommern und den wenigen Niederschlägen im vergangenen Winter, leidet das Moor sichtlich. Wir erreichen bald den Aussichtsturm, von dem wir auf unser letztes Ziel blicken können.

Vom Roten Moor geht der Blick hinauf zum Sendemasten des Heidelsteins
Der Sendemast des Heidelsteins vom Roten Moor aus gesehen

Kaskadenschlucht

Wir entschließen uns, einen Rundweg zu wandern und spazieren auf dem Bohlenweg weiter. Wir biegen wieder auf einen Forstweg ab, es summt und brummt in den Wiesenblumen am Wegesrand. Ein Schild weißt darauf hin, dass die Kaskadenschlucht nur einen Kilometer entfernt ist, ein nächstes warnt vor den Gefahren.

Ein Warnschild weist auf die Gefahren des Weges durch die Kaskadenschlucht hin
Ein Warnschild am Zugang zur Kaskadenschlucht – vermutlich gilt das an nassen Tagen

Wir wechseln auf einen schönen Waldpfad, der sich bergab schlängelt. Wir begegnen keinen Schwierigkeiten, die Pfade im Pfälzerwald sind anspruchsvoller. Nachdem wir eine Brücke gequert haben kommen wir mit einer nächsten Brücke über ein sehr schmales fließendes Bächlein. Nun erschließt sich uns der Begriff „Kaskadenschlucht“, die wir somit erfolgreich durchwandert haben.

Die Kaskadenschlucht führt nur wenig Wasser, daher sind nur wenige Kaskaden zu sehen
Leider macht die Kaskadenschlucht ihrem Namen aufgrund von Wassermangel keine Ehre

Wir verschaffen uns auf Komoot einen Überblick. Wir müssen nicht den gleichen Weg zurück, sondern können einen Rundweg aus dieser Wanderung machen. So spazieren wir links weiter und stoßen auf diesen sinnvollen Wegweiser.

Ein aus Zweigen gelegter Wegweiser weißt am Boden um die Ecke
Na, wie lange dieser Wegweiser wohl seinen Dienst tun darf?

Noch zweimal biegen wir halblinks ab und wandern auf einem Forstweg, von den unterschiedlichsten Wiesenblumen gesäumt, hinauf. Aufmerksam entdecken wir viele Kleinigkeiten.

Zwei orangeschwarz gestreifte Käfer kopulieren auf einer Blüte
Da werden “kleine Käfer“ produziert

An einer Wegkreuzung stoßen wir auf einen weiteren schön angelegten Rastplatz. Die gibt es in der Pfalz auch, aber selten so großzügig angelegt. Dafür sind im Pfälzerwald die Pfälzerwaldhütten verbreiteter, wo die Wanderer einkehren. In der Rhön ist noch eigene Rucksackverpflegung gefragt und die nimmt man an solch schönen Rastplätzen sicher gerne ein.

Ein großzügig angelegter Rastplatz beim Roten Moor mit Tischen und Bänken auf einer gemähten Wiese
In der Nähe des Informationshütte Rotes Moor ist dieser großzügig angelegte Rastplatz

Ich entdecke beim Weitergehen noch einen Schmetterling. Oder ist es ein Falter? Ich muss mich doch mal beschlauen, was der Unterschied ist!

Ein weißer Schmetterling oder ein Falter?
Ein weißer Schmetterling oder ein Falter?

Am Parkplatz zurück entschließen wir uns, zur Wasserkuppe zu fahren und dort ein Mittagessen zu uns zu nehmen.

Wasserkuppe

Das Parken mit dem Wohnmobil auf der Wasserkuppe kostet 5 € für 24 Stunden. Auch für eine halbe Stunde, denn es gibt nur Tageskarten. Im Preis inbegriffen ist aber dennoch keine öffentliche Toilette – da sind wir in Deutschland wirklich unterentwickelt. PKW zahlen für das Tagesticket 2 € – mir erschließt sich der Preisunterschied nicht wirklich, denn wir benötigen nicht mehr Parkplatz als ein PKW. Hauptsächlich gilt der nicht für 24 Stunden, sondern bis 24 Uhr – auf dem Parkticket sogar nur bis 23.59 Uhr. Es gibt kein Verbot, über Nacht dort zu stehen, aber um 0.00 sollte man das nächste Parkticket ziehen?

Da wir nur einen kurzen Spaziergang um die Kuppe machen wollen, haben wir das Problem nicht. Wir kehren am „Flughafen“ ein, essen eine Kleinigkeit und beobachten Segelflieger und Motorflieger, die Rundflüge anbieten.

Ein Motorflieger mit Platz für 4 Personen steht auf einem Flugfeld
Mit diesem 4-Sitzigen Flieger werden Rundflüge angeboten

Für Kinder gibt es eine ähnliche Attraktion.

Kinder können mit Tretflugzeugen auf der Wasserkuppe „fliegen“
Fliegen oder Treten, dass ist hier keine Frage…

Wir wandern links um die Kuppe herum und kommen erst an einem Fluggelände für Modellflieger vorbei und später am Abflugplatz der Gleitschirmflieger.

Gleitschirmflieger unterhalb des Wasserkuppengipfels versuchen zu starten
Leider hat das mit dem Starten der Gleitschirmflieger nicht geklappt. Es war einfach zu wenig Thermik

Der Platz für die Gleitschirmflieger ist unterhalb des einzig übriggebliebenen Kuppelgebäudes. In meiner Kindheit waren drei Kuppeln auf der Wasserkuppe.

Die Kuppel auf der Wasserkuppe beherbergt eine Radaranlage
In der übrig gebliebenen Kuppel ist noch eine Radaranlage, das Gebäude wird Radom genannt

Mit schönen Aussichten in alle Richtungen wandern wir weiter, erbeuten im Gebäude des „Bauernmarktes“ noch Rhöner Kümmelbrot und Bioeier, so können wir uns den Einkauf im Supermarkt sparen. Die Wasserkuppe bietet viele Freizeitattraktionen, nicht nur eine Sommerrodelbahn, sondern auch einen Kletterwald. Sogar eine Ferienanlage mit Ferienhäusern gibt es dort, die Sommers wie Winters sicherlich attraktiv sind.

Ein Kletterwald mit verschiedenen Elementen ist auf der Wasserkuppe angelegt worden
Ein Kletterwald bietet eine weitere Kinderattraktion

Wir fahren über Poppenhausen zum Wachtküppel, denn dort will ich den Sonnenuntergang heute erleben.

Wachtküppel

Der Wachtküppel wird auch der Lausbub (oder Spitzbub) der Rhön bezeichnet. Er liegt oberhalb des Ortsteil Gackenhof der Gemeinde Poppenhausen in der Kuppenrhön. Unterhalb des Wachtküppel ist die Wendlinuskapelle, ein wunderschöner Platz, in dem gerne Hochzeiten gefeiert werden. Wir fahren zum Wanderparkplatz Wachtküppel, um einen kurzen Weg zurück zum Wohnmobil am Spätabend zu haben.

Wir packen Abendessen und Bier ein, das Getränkefach im Kühlschrank läuft seit zuhause über, Gläser, Besteck und Sitzkissen und machen uns auf den kurzen Weg.

Der Wachtküppel ist ein kleiner Felsengipfel mit einem Gipfelkreuz darauf
Der 705 m hohe Wachtküppel ist mein Kindheitslieblingsberg

Kurz bevor der Gipfelaufstieg beginnt, fällt mir ein, dass wir kein Brot mithaben und ich kehre nochmal um. Als ich auch den Gipfel erreiche, hat Bernhard bereits die Bank, auf der wir Abendessen wollen, von Brennnesseln befreit, allerdings nicht vom Ziegengeruch. Der Wachtküppel wird von Ziegen als Weide genutzt.

Links das Gipfelkreuz des Wachtküppels, rechts Ziegen, die den Bewuchs kurzhalten
Die Ziegen halten den Bewuchs des Wachtküppels kurz – hinterlassen aber auch ihre stinkenden Köttel

Ich sitze mit schönster Aussicht später unterhalb des Gipfels, bearbeite auf meinem Laptop die Bilder des heutigen Tages für den Blog und verweile oft mit dem Blick in die Umgebung. Die Rhön ist so schön und an einem so lauen Sommerabend erst recht. Leider klappt das mit dem Sonnenuntergang nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte, denn im Westen liegt eine dicke Wolkenbank, hinter der die Sonne verschwindet. Die orangerote Stimmung auf den im Osten liegenden Bergkuppen kommt somit nicht auf, schade, aber kein Beinbruch, denn der Tag war soo wunderschön.

Links ein Gipfelkreuz, rechts unten ein von der untergehenden Sonne orangerot gefärbter Streifen
Leider verhindert das Wolkenband den Sonnenuntergang direkt im Westen. Ich bin happy mit dem Gebotenen hinter dem Gipfelkreuz des Wachtküppels

Wir fahren noch hinunter zum Stellplatz in Poppenhausen, parken mit einem wutsch ein und lassen das Erlebte bei einem Gläschen Pfälzerwein noch sacken.

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