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Die achte und letzte Etappe unserer Donauradtour starte ich allein in Metten, einem Ort kurz vor Deggendorf. Bernhard treffe ich in Vilshofen, da er unser Wohnmobil zuerst zum Ziel bringt. Die letzten deutschen Donaukilometer wollen wir gemeinsam in die Drei-Flüsse-Stadt Passau radeln.

8. Etappe von Metten nach Passau

Bernhard bringt mich mit dem Wohnmobil an den Ortseingang Metten. Dort ist ein Verkehrskreisel mit anschließendem Parkplatz gleich neben dem Donauradweg. Wir machen schnell, schnell, denn er fährt unser Wohnmobil nach Passau. Dort muss er selbst sein Fahrrad vom Gepäckträger holen, das Gas für den Kühlschrank anstellen und zum Bahnhof radeln. Er will den Zug um kurz vor 9 nach Vilshofen noch erwischen, dass wird recht sportlich.

Touraufzeichnung in Komoot

Die Etappe von Ingolstadt nach Regensburg habe ich wieder in komoot aufgezeichnet.

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Dieser Link führt zur Aufzeichnung in meinem Komoot-Account.

Wir benutzen den Radwanderführer von Bikeline, den Du hier bestellen kannst, eine Beschreibung findest Du hier.

Donauzuflüsse und Donauufer

Mich führt der Radweg etwas unterhalb der Straße mit schönem Blick auf die Sandbänke der Donau.

Sandbänke gehen flach in die Donau
Die Sandbänke laden Schwimmer zum Verweilen auf, denn das Ufer geht flach in die Donau über

Vor der Autobahnbrücke durchfahre ich den Donaupark, der sehr schön angelegt ist. Da ich noch am Campingplatz vorbeifahre, halte ich mich danach an die Radwegeschilder Zentrum.

Ein schön angelegter Spielplatz im Donaupark in Deggendorf, das Fahrrad der Bloggerin lehnt am Treppengeländer zur öffentlichen Toilette
Der Spielplatz im Donaupark ist für Abenteurer angelegt, die öffentliche Toilette befindet sich die Treppe runter im Parkhaus

Im Zentrum mache ich eine Rundfahrt über den Luitpoldplatz und Oberen Stadtplatz und finde es schade, dass noch nicht Mittagessenzeit ist. Auf unserer Tour in den Bayerischen Wald – irgendwann nach Corona – werden wir Deggendorf nochmal ausführlich (über die Mittagszeit) besuchen.

Auf dem Luitpoldplatz ist ein Riesenrad aufgebaut
Auf dem Luitpoldplatz in Deggendorf ist ein Riesenrad aufgebaut
Das Gasthaus heißt Zur Knödelwerferin
Leider habe ich direkt nach dem Frühstück das Gasthaus auf dem Stadtplatz in Deggendorf nicht ausprobiert, obwohl der Name schon gelockt hat

Der Donauradweg führt nicht an der Isar-Mündung vorbei, das finde ich schade. Die Zuflüsse machen doch einen Fluss erst zu dem, was er ist. Und erst recht, wenn diese Zuflüsse selbst bekannte Flüsse sind. So entscheide ich mich mal wieder für eine eigene Variante, die mich an die Isarmündung bringt.

Die Isar mündet in die Donau
Hinter der Kiesbank kommt die Isar in die Donau (im Vordergrund). Ob diese den Kies aufgeschwemmt hat?

Ich fahre auf unebenem Weg weiter an der Donau entlang. Einige Wohnmobilisten haben hier die Nacht verbracht, Angler, Schwimmer und Sonnenanbeter nutzen diesen Feldweg ebenso mit ihren Autos. Die Autobahn A3 läuft etwa parallel, aber die Natur entschädigt für den Lärm. Als sich mein Radweg von der Autobahn entfernt, stößt der Donauradweg dazu. Kurz danach radele ich zwischen Donau und einem Weiher, Wasser überall, einfach nur schön. Vor Niederalteich ist der Radweg zum Teil Baustelle bis in den Ort hinein. Die Kirche des Ortes soll eine Besonderheit sein.

Die Kirchtürme der Klosterkirche der Benediktinerabtei von Niederalteich
Die Kirchtürme der Klosterkirche der Benediktinerabtei von Niederalteich, leider derzeit geschlossen

Umleitung für Radler

An der Personen-Fähranlegestelle in Niederalteich, von der eine eingezeichnete Variante im Radführer ausgeht, stehen viele Radler, auch einige Familien. Der Radwegweiser in Richtung Passau ist von Klebebändern zugeklebt, also gesperrt. Eine Alternativroute über die Autostraße ist ausgeschildert, bedeutet aber einen großen Umweg und Fahren auf einer Landstraße. Das Gros der Radler entscheidet sich, mit der Personenfähre überzusetzen und die Variante des Radführer zu befahren. Einige Radeler nehmen die ausgeschilderte Umleitungs-Route und ich, mit wenigen anderen, fahre auf dem laut Schild gesperrten, aber wunderbar neu asphaltierten Donauradweg weiter. Kurze Zeit später frage ich eine Dame, die ihren Hund ausführt, ob man auf dem Radweg bis Winzer durchkommt. Sie antwortet mir, dass der Weg bereits seit zwei Wochen wieder freigegeben ist. Warum dann das Fahrradschild noch abgeklebt ist, sinniere ich laut. Oh, der Fährmann hat so mehr zu tun, antwortet sie mir mit einem Grinsen. Aha, hatte ich also den richtigen Riecher und es war gut, gegen ein „Verbot“ zu handeln. Mein kurzer Ärger verfliegt recht schnell, denn die Landschaft entschädigt für alle Unbilden.

Ein Mohnblumenfeld leuchtet rot
Wieder so ein beeindruckendes Mohnblumenfeld – diesmal nach Niederalteich

Während meiner Fotosession ruft mich Bernhard an. Er hat den Zug erwischt und ist in 25 Minuten in Vilshofen. Oh! Ich schaue auf der Karte nach und rechne. Ich habe noch 20 Kilometer, das schaffe ich nicht in einer halben Stunde. Also muss er einen Kaffee trinken gehen nach der Ankunft. Ich sauße auf dem wunderbaren Radweg weiter und mache vor Winzer den Fehler, dass ich dem Schild Passau nach rechts hinauf auf die Brücke folge. Eigentlich wollte ich ja links der Donau, auf dem Hauptweg, bleiben. Allerdings könnte ich so die Alternativroute rechts der Donau nutzen. Gesagt, getan und weiter geht’s. Anfänglich auf Schotter, dann immer mehr zu Wiesenwegen mutierend, komme nicht mehr so schnell voran. Da liegt auch daran, dass ich an der Donau bleiben möchte.

Ein Wiesenweg führt an der Donau entlang
Ich wähle die Variante direkt an der Donau und gelange dabei auf einen schlechten Wiesenweg – bin aber an der Donau und nicht Kilometer davon entfernt

Kurz vor Pleinting habe ich den Radweg mit Beschilderung wieder, die aber nur an der ersten Kreuzung steht, an der zweiten nicht mehr. Ich überlege mit anderen Radfahrern, welchen der vielen Abzweige man wählen müsse und fahre prompt in die falsche Richtung. In der Komoot-Landkarten-Aufzeichnung sehe ich meinen Fehler recht schnell und fahre wieder zurück und in den Ort hinein, dessen komplette Hauptstraße Baustelle ist. Am Ortsende entdecke ich denn Wegweiser wieder und fahre rechts der Bahn auf dem Radweg bis Vilshofen. Bernhard wartet direkt hinter dem Stadttor in einem Café. Wir hatten uns mit der Zeit, die ich für die 42 km benötigen würde, völlig verrechnet. Wäre er ohne Eile eine Stunde später mit dem Zug gefahren, wäre es für uns beide weniger hektisch gewesen. Mein schnelles Fahren verbuche ich unter „sehr sportliche Aktivität“ und genieße meine Apfelschorle, die schon auf mich wartet.

Der Stadtturm von Vilshofen hat neun Stockwerke
Der Stadttorturm von Vilshofen hat eine beeindruckende Höhe
Der Stadtplatz in Vilshofen
Der Stadtplatz von Vilshhofen mit der Stadtpfarrkirche St. Johannes

Gemeinsam zum Ende der Deutschen Donau

Trotzdem es uns komisch vorkommt, fahren wir mit dem Wegweiser durch eine Unterführung und an der Donau rechts. Gleich danach stellen wir fest: dies ist die Auffahrt zur Brücke und somit richtig. Wir wechseln wieder auf die linke Donauseite und haben beim Segelflugplatz einen guten Blick in Richtung Vilsmündung.

Nach Vilshofen mündet die Vils in die Donau
Nach Vilshofen mündet die Vils in die Donau, leider von einer Brücke überbaut

Gemeinsam gemütlicher als vorher allein radeln wir direkt an der Donau, in deren Mitte immer wieder Inselchen liegen. Ich würde, nachdem ich heute früh die vielen Sandbänke bei Deggendorf und die Schwimmer gesehen habe, auch gerne noch in der Donau schwimmen. Leider ist die Donau hier mit anderen Ufern versehen und wir entdecken keinen geeigneten Platz, wie schade.

An einem Seil wird die Personenfähre bei Besensandbach über die Donau gezogen
An einem Seil wird die Personenfähre bei Besensandbach über die Donau gezogen

Wir bleiben auf der linken Donauseite, mittlerweile grummelt es aber in meinem Bauch und ich informiere Bernhard, dass ich mit dem Mittagessen nicht bis Passau warten möchte. In Gaishofen entdecken wir eine Gaststätte, die aber geschlossen ist. Kurz danach, an einer Stelle, an der der Donauradweg sehr schmal ist, ist das Donaustüberl angesiedelt. Es wirbt mit frischem Fisch, hat im Schatten noch einen Tisch für uns frei – mehr brauche ich im Moment nicht, um glücklich zu sein.

In der Gaststätte Donaustüberl wird frischer Fisch serviert
Im Donaustüberl in Gaishofen wird frischer Fisch serviert

Nach dieser wunderbaren Rast beginnen die letzten Kilometer an der Deutschen Donau. Die Gaißa-Mündung verpasse ich zu fotografieren. Sie fällt mir unter der Brücke, über die wir radeln gar nicht auf. Wir müssen noch hinauf nach Maierhof und dort hinunter zum Schleusenanlage und zum Wasserkraftwerk Kachlet. Eine spannende Industrieanlage.

Die Donau wird vor Passau durch eine Schleusenanlage und ein Wasserkraftwerk gebremst
Die Schleuse vor Passau rechts und das Wasserkraftwerk Kachlet links

Passau, die Dreiflüssestadt

Die letzten Kilometer an der Donau in Deutschland würde ich mir „romantischer“ wünschen. Aber in Passau sind rechts wie links der Donau Bundesstraßen und der Radweg führt rechts der Donau an einer entlang.

Die Veste Oberhaus thront über Passau
Links der Donau thront die Veste Oberhaus über Passau

Wir radeln nach der Luitpoldbrücke weiter, nun mit schönem Blick und verkehrsberuhigt bis zu einem Schild. Die Altstadtspitze, an der die Ilz von links und der Inn von rechts in die Donau fließen, ist nur zu Fuß erreichbar. So schieben wir die Räder bis zum östlichsten Punkt unserer Radeltour an der Donau.

Die Ilz mündet unter einer Straßenbrücke in die Donau
Die Ilz mündet an der Veste Unterhaus unter einer Straßenbrücke in die Donau
So einfach kann es sein – eine behindertengerechte öffentliche Toilette, die sogar geöffnet hat!
Wir stehen an der Altstadtspitze, die in die Mündung des Inn (rechts) in die Donau (links) hineinragt

Von links fließt die dunkle Ilz an der Veste Unterhaus in die blaue Donau, etwas später, hier an der Spitze der Altstadt, fließt der grüne Inn in die Donau. Dem Betrachter erscheint es, als ob der Inn die Wasser der Donau beiseite drängt. Das Phänomen erklärt sich so, dass der Inn nur eine Tiefe von ca. 2 m hat und die Donau, die beinahe 7 m Tiefe hat, „überströmt“. Das Wasser des Inn ist grün, da es von den Schweizer Zentralalpen kommt, die Ilz kommt aus einem Moorgebiet und erscheint daher schwarz. An manchen Tagen ergibt das Luftbild eine strenge Teilung von schwarz, blau und grün der Donau kurz nach dem Zusammenfluss der Flüsse.

Bis hierher hat die Donau 647 km von Ihrer Ursprungsquelle, dem Flüsschen Breg zurückgelegt – auf meinem Tacho erscheinen 622 km.  Wir verweilen einige Zeit an dieser Stelle und spazieren dann auf der südlichen Altstadtspitze weiter. Wir haben Glück und entdecken eine geöffnete Öffentliche Toilette an der Innpromenade.

Die Innstadt von Passau erhebt sich über dem Innzufluss zur Donau
Der Vorort Innstadt gehört zu Passau, rechts im Bild der Schaiblingsturm
An der Innpromenade in Passau ist ein öffentliches WC geöffnet
So einfach kann es sein – eine behindertengerechte öffentliche Toilette, die sogar geöffnet hat!

Nun schieben und fahren wir noch ein wenig durch die Altstadt, nachfolgend einige Impressionen.

Die Domturmspitze von Passau
Der Dom hat drei Türme – der hintere davon mit Uhr in Großaufnahme
Der Dom zu Passau
Der Dom zu Passau, davor ein Denkmal von König Ludwig I. von Bayern

Ich habe fest vor, irgendwann bis zum Schwarzen Meer mit dem Fahrrad zu fahren. Inwieweit wir das Wohnmobil als Übernachtungsbegleitung mitnehmen werden, müssen wir genau planen. Mein Traum ist es, mit dem Schiff auf der Donau zurück zu reisen. Allerdings muss dieser Traum warten, bis Corona vorbei ist.

Hier geht’s zur 1. Etappe Donauradweg: von Donaueschingen nach Beuron.

Hier geht’s zur 2. Etappe Donauradweg: von Beuron nach Riedlingen.

Hier geht’s zur 3. Etappe Donauradweg: von Riedlingen nach Ulm.

Hier geht’s zur 4. Etappe Donauradweg: von Ulm zum Hofgut Bäldleschwaige.

Hier geht’s zur 5. Etappe Donauradweg: vom Hofgut Bäldleschwaige nach Ingolstadt.

Hier geht’s zur 6. Etappe Donauradweg: von Ingolstadt nach Regensburg.

Hier geht’s zur 7. Etappe Donauradweg: von Regensburg nach Metten.

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